Neues Mövchen in der Voliere

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    • Neues Mövchen in der Voliere

      Hallo,

      ich habe nun mein neues Fuchs-Mövchen Cookie (mit Haube) nach der Quarantäne zu den anderen in die Voliere gesetzt. Leider war die Zusammenführung nicht so einfach wie bei den anderen:

      Bei jeder Annäherung der anderen sperrte es das Schnäbelchen als Warnung auf und ließ keinen an sich heran. Die Sache war ihm nicht geheuer. Von zweien meiner Mövchen wird es zudem gejagt bzw. angegriffen, besonders von dem weißen (Milky). Es gibt teilweise richtige Gefechte. So etwas habe ich bei der Eingewöhnung der anderen nicht erlebt. Ich kann mir nicht erklären, warum das so ist. Vielleicht, weil es so klein und schmächtig ist? Vielleicht liegt es an seiner Unsicherheit, denn es war lange nicht mit Artgenossen zusammen. :hmm:

      Ich hoffe, dass es bald besser wird, denn der kleine Kerl kann sich gar nicht entspannen. Ständig muss er auf der Hut sein. Stress Pur! :ohnmacht:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von japanbird ()

    • Cookie (der Neue) hat in der Nacht schon mit auf dem Schlafbrett geschlafen. Daher dachte ich, dass endlich Frieden eingekehrt ist. Leider nur bedingt. Zumindest von Milky wird er nicht mehr gejagt bzw. angegriffen. Mein Nougatschecke Cappuccino jagt ihn weiterhin durch die Voliere. So kommt Cookie auch heute nicht zur Ruhe.

      Espresso (der ganz dunkle) ist richtig in ihn "verliebt" und balzt ihn ständig an. Macchiato beachtet ihn überhaupt nicht.
    • @japanbird
      Schnabel auf ist nicht immer gleich eine Drohung. Es könnte auch ein Zeichen von Stress sein. Vielleicht fühlt sich der Neue ein wenig überrumpelt von den anderen.

      Tatsächlich mache ich es immer bei einzeln nachkommenden Tieren so, dass ich entweder die komplette Voliere umgestalte (also vorher alle Vögel raus und dann neu einrichten), sodass dann niemand einen "Heimvorteil" hat oder - was ich bisher aber nur einmal gemacht habe - ich setze einen der alten Hähne zu dem Neuzugang (nach Beendigung der Quarantäne), damit diese sich vorab schonmal kennen lernen können und Freunde werden. Beides hat bisher super geklappt.

      Wichtig ist, habe ich festgestellt, dass sich "Raufbolde" immer aus dem Weg gehen können. Bei meinen Jungs habe ich auch 2, die sich nicht leiden können und sich "verhauen", wenn einer dem Schlafplatz des anderen zu Nahe kommt. Da meine Voliere immer offen ist, kann der jeweils Leidtragende immer aus den "Fängen" des anderen flüchten und so dem Konflikt entfliehen.

      Bist du dir denn absolut sicher, dass es ein Hahn und keine Henne ist? Mich verwundert, dass die alle so dicht beieinander hocken. Normalerweise legt sich diese "Stimmung eigentlich schon nach wenigen Stunden...
      Es kann natürlich auch sein, dass dein neuer Hahn auch extrem weit unten in der Rangfolge / Hackordnung ist und er deshalb so von den anderen "angemacht" wird.

      Wenn sich das in den kommenden Tagen nicht ändert, würde ich den Neuzugang mal mit dem Hahn separieren, der ihn so gerne hat. Bevor du dann alle wieder in dem Käfig vergemeinschaftest, solltest du alle Vögel aus dem Käfig fangen und den Käfig neu einrichten. So hat keiner einen Heimvorteil (habe ich zumindest mal gelesen). Die neue Umgebung/Einrichtung ist so interessant, dass man den Stress mit dem anderen schnell mal vergisst. ;)
    • Er macht den Schnabel nur auf, wenn ihm jemand zu nahe kommt. Sicher macht er das aus Angst.
      Auf dem einen Foto kann man das gut erkennen: seine Körperhaltung ist angespannt und überstreckt und der Schnabel offen.
      Vorhin hat er aber dicht neben Espresso gesessen, da dieser ihn jetzt nicht mehr so stark anbalzt. Der erste Körperkontakt. Da Cookie singt, wird er mit Sicherheit ein Hahn sein. Die saßen auch nur anfangs alle so dicht beieinander, die Bilder habe ich kurz nach dem Einsetzen gemacht. Wie gesagt, bei den anderen war das Zusammenführen kein Thema, das klappte wunderbar. Es gab nicht einen Funken von Aggressivität. Deshalb war ich davon ausgegangen, dass es bei Cookie auch so gut klappt. Zumal es ja immer heißt, Japanische Mövchen wären so friedfertig. Bisher hatte sich das ja auch bestätigt.
      Bin gespannt, wie es weitergeht. Ich behalte Deine Tipps im Auge!
    • Ich habe auch immer zu hören bekommen, dass Mövchen ja sooooo sozial sind. :hihi:

      Mittlerweile glaube ich jetzt nicht mehr so sehr daran. Auch Mövchen haben ihre eigenen Charaktere. Da kann ich ja mal kurz von meinen berichten:

      1. Tokay ist selbsternannter Boss der Gruppe, ein Dickkopf, extrem eifersüchtig und einnehmend. Territorial ist er zudem auch noch und schlägt wegen jedem Mist Alarm.

      2. Cosmo ist der Kleinste, war früher total zurückhaltend, kann aber mittlerweile auch mal ordentlich Dampf ablassen. Tokay und er hassen sich und jagen sich immer gegenseitig von den Schlafplätzen weg.

      3. Oschkar ist ein extrem flinker und ein cleveres Kerlchen. Er sucht immer die Nähe zu Cosmo und darf auch mit ihm im Nest kuscheln. Draußen gibt es aber nur "Küsschen" mit dem Schnabel. :lachen:

      4. Nougat ist schwer einzuschätzen. Ein kleiner Macho, aber auch sehr liebenswert. Er teilt sich seinen Schlafplatz mit Tokay & Brownie.

      5. Brownie ist Mövchen durch und durch. Außerordentlich sozial und kuschelt gern mit anderen. Doof nur, dass Tokay das ganz und gar nicht witzig findet. Brownie ist Tokays Schatz und niemand darf mit ihm kuscheln, außer Tokay darf auf der anderen Seite sitzen...

      6. Shiro ist der schüchternste von allen. Er ist sehr ängstlich. Tokay hat ihn sogar mal so sehr malträtiert, dass er am Schnabel bluteten... :weinen:
    • Ja, das habe ich auch gemerkt, dass jedes Mövchen ein wenig anders ist, quasi seinen eigenen Charakter hat. Das finde ich total schön.
      Aber weniger schön ist es natürlich, wenn sie sich untereinander verletzen, wie es bei Deinen passiert ist.

      Leider gibt es wenig Literatur über die Mövchen, erst recht nicht über ihr Verhalten.

      Neulich hatte ich das Glück, über Ebay günstig das Oppermann-Buch abzustauben, in gutem Zustand, (mit Gutschein) für nur 10 Euro. Ich hatte es schon lange haben wollen, hatte aber gesehen, dass es kaum noch zu bekommen ist.
      Leider steht auch dort nichts über das Verhalten, abgesehen vom Balz- und Brutverhalten.

      Mich interessiert z.B. warum ein Mövchen dem anderen den weit geöffneten Schnabel über das Gesicht drückt, das hast Du doch sicher auch schon beobachtet. Es ist wohl eine friedliche Geste, denn die Mövchen bleiben dabei entspannt. Es passiert selten, aber immer mal wieder.
    • Das stimmt. Über das Verhalten der Vögel gibt es wirklich sehr wenig Literatur.
      Teilweise lässt sich jedoch Verhalten von Zebrafinken auf das Verhalten der Mövchen spiegeln.

      Ich glaube, ich weiß was du meinst. Bei meinen Mövchen konnte ich es allerdings nur ein einziges Mal beobachten. Es war der Jüngste, der das gemacht hat und ich vermutete, dass es vielleicht eine Art "Überbleibsel" vom Bettelverhalten der Jungvögel ist.
      Aug Instagram hatte ich mal ein Video gesehen, wo es ein Mövchen sehr intensiv bei seinem Partner macht. Was dieses Verhalten jedoch auslöst, kann ich nicht sagen. Meine machen das nicht oder zumindest nicht dann, wenn ich sie beobachte. ;)
    • Hi japanbird,

      die Schokofinchin hat Dir ja alles schon super erklärt. :drücken: Das komische Verhalten mit dem Schnabel was Du beschreibst hat mich auch irgendwie als erstes an Bettelverhalten erinnert. Wie alt ist denn das Mövchen?

      Es ist normal das ein Vogel der zu einer Gruppe dazu gesetzt wird, erst mal kritisch betrachtet wird. Könnte ja immerhin ein Nahrungskonkurrent sein. Auch wenn man oft liest die Mövchen sind friedlich und kuscheln alle jeder mit jedem, gibts bei denen auch eine Rangordnung die verteidigt wird. ;) Hat die Bande bei Dir Freiflug ? Da wäre meine Idee, das Du die Mövchen erst mal langsam nur beim Freiflug aneinander gewöhnst. Irgendwann wird der Neue dann vielleicht sogar freiwillig mit in die alte Behausung der Gruppe gehen.

      Wenn man so wenig über das Verhalten von Mövchen findet, dann ist es wohl an uns ein Buch auf den Markt zu bringen. :hihi:
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:
    • Guten Morgen, :kaffee:

      das Mövchen, das am häufigsten diese "Geste" zeigt, ist mein drittes Mövchen. Es ist Espresso und er kam zu mir, nachdem das weiße Mövchen mit der Haube verstorben war. :weinen:
      Espresso ist sehr ausgeglichen und lässt sich nur schwer aus der Ruhe bringen. Er kümmert sich rührend um den Neuen, hat ihn sogar schon am Kopf gekrault. Er sitzt sehr häufig bei ihm und Cookie (der Neue) scheint ihm zu vertrauen. :trost:
      Leider wird Cookie immer noch von Cappuccino gejagt. Wenn das morgen noch so ist, werde ich etwas unternehmen. Einmal hatte ich das Gefühl, Espresso würde Cookie sogar gegen Cappuccino verteidigen wollen. Das war rührend.
      Milky, der Cookie am ersten Tag so bekämpft hatte, ignoriert ihn inzwischen zum Glück. Ebenso Macchiato, der hält sich sowieso immer aus allem heraus.

      Diese Geste mit dem Schnabel kann durchaus so eine Art Bettelverhalten sein. Ich hätte noch die Idee, dass es eine Art sanftes Zurückweisen ist, als Antwort auf ein unerwünschtes Verhalten im Umgang miteinander. Allerdings noch im "Friedensmodus". Vielleicht ist es aber auch eine Art des Ausdrucks von Zuneigung, die ihren Ursprung im Fütterungsverhalten hat. So wie bei uns Menschen das Küssen ja auch. :lachen: Wisst Ihr, ob das bei anderen Prachtfinken auch schon beobachtet worden ist?
      Dann habe ich noch eine andere Geste beobachtet. Dabei berührt einer mit seiner Schnabelspitze die Schnabelspitze des anderen.

      Freiflug habe ich bisher noch nicht angeboten.

      Super Idee mit dem eigenen Buch! :prima: :D
    • Das mit dem Berühren der Schnabelspitzen machen mein Cosmo und mein Oschkar auch ganz oft.
      Ich würde es so interpretieren, dass dies eine höfliche Art der Piepser ist, um sich abzuweisen. Cosmo & Oschkar teilen sich nämlich ein Nest, kuscheln auch darin immer gemeinsam und fliegen immer zusammen umher. Wenn Oschkar dann aber die Nähe zum Cosmo draußen sucht, gibt's von Cosmo nur einen Knutscher. Cosmo ist im Schwarm kein großer Kuschler. Er sucht nur den nahen Körperkontakt zu Brownie, wenn er gerne "gekrault" werden möchte. Dann geht er aber wirklich auch nur zu Brownie, zu niemand anderem. Nach dem "Küsschen" ist wieder alles wie vorher und man geht wieder ein wenig auf Abstand.

      Freiflug kann ich nur empfehlen. Es trainiert die Kondition und auch das Köpfchen. Sie sind nicht mehr so gestresst, wenn sich etwas verändert im Zimmer oder in der Voliere.
      Ich habe zudem das Gefühl, dass sie richtig glücklich sind, wenn sie viel umherflattern können. Sie begrüßen mich mittlerweile sogar, wenn ich nachmittags nach Hause komme. :) (Meine Vögel können sich aber auch den ganzen Tag frei in Zimmer bewegen. Die Voliere ist mittlerweile nur noch ein Schlafplatz, den ich Abends schließen kann, um beispielsweise zu lüften.)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schoko'finches ()

    • Hallo, ich möchte mich auch mal zu Wort melden auch wenn von mir nur noch sehr wenig kommt. Ich entschuldige mich schon mal in Vorraus für meine Worte, vielleicht werden sie einigen etwas hart rüber kommen oder sauer aufstoßen. Ich möchte damit niemanden persönlich angreifen oder meine es böse.
      Ihr vermenschlicht teilweise das Verhalten euer Vögel extrem. Es ist toll zu lesen das Ihr solche Freude an den Mövchen habt.
      Aber dieses viele hin und her mit ich guck mal morgen wie sie sich verhalten ansonsten muss der Neue wieder raus ist vollkommen falsch.
      Auch die als friedlich geltenden Mövchen sind manchmal echte Raufbolde, wie schon geschrieben wurde haben sie ihren eigenen Charakter. Auch unter den Mövchen gibt es welche die eben nicht so gerne mit jedem Schwarmmitglied kuscheln. Sind dann meist die ranghöchsten Tiere.
      Wenn Ihr neue Vögel dazu setzt ist es völlig normal das sie sofort belagert werden. Bei Mövchen ist es bekannt das man äußerlich kaum bis gar nicht feststellen kann welches Geschlecht sie haben. Die Mövchen selber können das auch nicht, daher werden neue Vögel sofort angesungen, angebalzt und teilweise wird sogar eine Begattung versucht um zu schauen was sie da vor sich haben.
      Einen anderen Fall gibt es auch und das konnte ich bei mir persönlich beobachten. Mein Schwarm bestand nur aus einfarbigen Mövchen, als ich dann einen Schecken mit viel Weiß dazu gesetzt habe sind sie vor Panik ständig geflüchtet. Der Schecke wurde zwei Wochen lang komplett gemieden. Er sahs alleine auf der einen seite der Voliere und der restliche Schwarm auf der anderen. Wie lange so eine Zusammenführung dauert ist also immer ungewiss.
      Lasst neue Vögel im Schwarm auch wenn sie gejagt oder komplett gemieden werden. Wenn Ihr sie nach ein zwei Tagen wieder rausnehmt weil sie Euch leid tun, muss die Rangordnung immer wieder neu ausgefochten werden und das ist noch mehr Stress für alle. Leider für uns nicht so klar ersichtlich wie bei Hunden, wenn sich der rangniedere Hund unterwirft.
      So lange er an den Futterstellen (zur Not einfach ein paar mehr aufstellen) akzeptiert wird und nicht wirklich schlimme Verletzungen entstehen und er auf grund dessen nicht mehr flüchten kann, lasst die neue Vögel im Schwarm.
      Ich musste in all den Jahren Haltung und Zucht noch nie einen Vogel wieder rausnehmen. Selbst gerade futterfest gewordene Jungvögel kommen bei mir in den bestehenden Schwarm werden beäugt, manchmal gejagt und dann ist Ruhe.
      Also lieber etwas länger beobachten und nicht sofort eingreifen ich habe noch nie gehört das sich Mövchen gegenseitig umbringen, weil sie sich nicht leiden können.
      Und ja es gibt Prügelknaben auch bei den Mövchen, die stehen in der Rangordnung ganz unten aber auch damit müssen wir leben. Nehmen wir solch einen Vogel aus dem Schwarm rutscht der Nächste automatisch an diese Stelle, es lässt sich nun mal nicht vermeiden wenn man einen Schwarm halten möchte.
      In diesem Sinne, lieber etwas weniger eingreifen als ständig an den Vögel oder in der Schwarmstruktur rumzudoktorn. Nehmt Euch nen Kaffee oder Tee setzt Euch vor die Voliere und beobachtet. Lenkt die Vögel mit einer an der Decke befestigeten Hirsekolben ab und dann läuft dasdas schon. ;-)
      :paul: Gruß Jessi :paul:
      :blaukopf: :jap.mövchen: :muskatfink:
    • @BollywoodGirl21
      Klare und wahre Worte! :thumbsup: Ich merke immer wieder, wie sehr ich teilweise meine Vögel vermenschliche.
      Mittlerweile weiß ich, dass ich nix dagegen machen kann, wenn einer verprügelt, gejagt oder gemieden wird. Ist halt so. Die Vögel arrangieren sich schon irgendwie damit und finden eben ihre eigene Lösung, auch wenn das halt ein paar Tage länger dauert.

      Dass man (neue) Vögel nicht aus einem bestehenden Schwarm rausnehmen sollte, ist mir nach deinem Text wieder einmal klar geworden. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können... :ohnmacht: :wand:
      Da ist es tatsächlich wie bei den Hunden/Wölfen: nimmst du ein Tier aus dem Rudel raus, wird eine neue Rangordnung festgelegt. :D Man sieht es bei Vögel nicht deutlich, je länger man sie beobachtet und umso besser man sie kennt, desto eher stellt man aber fest, wer da vielleicht etwas mehr zu sagen hat und wer eben eher nicht. ;)

      Danke, dass du mir das (wieder einmal) vor Augen geführt hast... :thumbsup: :yeah: