Optimale Futtermischung für die Prachtfinken

    • Optimale Futtermischung für die Prachtfinken

      hallo zusammen,

      hab ne frage zu meinem körnerfutter.
      und zwar zum inhalt des exotenfutter, ob es passt, oder ob jemand etwas anderes vorschlagen würde.
      bei dem futter handelt es sich um das premium exotenfutter von lechner.
      inhalt: 63% gelbe hirse, 25% panikum hirse, 5% kanariensaat, 3% nackthafer, 3% rote hirse und 1% japan hirse.

      Ps: für australische prachtfinken

      mfg
      sebastian
    • Hallo Sebastian,

      ich zitiere mich selbst einfach nochmals (falls du die Antwort in Deinem Binsen-Thread noch nicht gesehen hast)

      Mit ca. 90% Rispenhirse und knapp 10% Beimischung ist es definitiv keine gute, ausgewogene Futtermischung für Prachtfinken.
      Sie hört sich nicht besonders "ausgefeilt" und v.a. billig an (fast 2/3 Gelbe Hirse!). "Panikum Hirse" ist außerdem eine eigenartige Angabe - Panicum ist der Gattungsname für alle Rispenhirsen, egal ob es nun Gelbe Hirse, Silberhirse, Grüne Hirse, Rote Hirse, LaPlata Hirse u.v.m ist. Der Hersteller hält sich damit vermutlich den Weg offen, die gerade am billigsten verfügbare Hirse einzumischen - das Futter könnte also in der Zusammensetzung z.T. mächtig variieren.
      Eine ausgewogene Mischung sollte zumindest eine Setaria-Art enthalten (Senegal-, Manna-, Mohairhirse o.ä.) und das auch in ausreichender Menge. Zudem genügend kleinkörnige Kanariensaat und Echinochloa (also "Japanhirse" bzw. "Hühnerhirse") zum Ausgleich der verschiedenen Aminosäurenmuster. Als hochwertiger Eiweißlieferant ist Nackthafer in geringer Menge ebenfalls eine gute Beimischung.



      MfG,
      Steffi
    • I.C.Wast schrieb:

      bekomme ich so ne senegalhirse einzeln auch oder?

      mfg
      sebastian

      Nichts leichter als das. :lachen:
      :guck: birdsandmore.de/shop/index.php…includes%2Fsearch.inc.php
      oder hier: blattner-heimtierfutter.de/suc…egalhirse&ok2.x=0&ok2.y=0

      Bevor Du selber mischst, beschäftige Dich aber erst mal noch genauer mit dem Thema. In den genannten Shops kannst Du auch mal nach fertigen Mischungen schauen. :essen:
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:
    • Ich glaube auch das vernünftige fertig Mischungen mehr bringt. Wenn einer einen riesigen Vogelbestand hat lohnt es sich womöglich selber zu mischen aber bei nur wenigen Vögeln spart man kaum und besser zusammenmischen kann man auch kaum.
      Besser eine gute Mischung kaufen und noch paar einzelne Saaten darein mischen.
      LG
      Christian aus OWL
    • Hallo Sebastian,

      damit Du das Futter "aufwertest", reicht nicht nur das Einmischen von Senegalhirse (damit verringerst Du den Anteil der hochwertigen Spitzsaat, Japanhirse und des Nackthafers noch mehr) - eigentlich müsstest Du alle vorgenannten Futterbestandteile ergänzen.
      Mein Vorschlag: nimm von Birdsandmore das "Prachfinkenfutter super" und mische es im Verhältnis 1:1 oder 2:1 mit Deiner jetzigen Futtermischung - dann erhältst Du eine einigermaßen ausgewogene Mischung für Deine Australier. Und für künftige Bestellungen wären z.B. das "Prachtfinkenfutter classic" oder die Spezialmischung für Mövchen und Zebrafinken ganz gut geeignet.

      Leider funktioniert bei mir gerade die Blattner-Seite nicht richtig, sonst könnte ich Dir evtl. von dort auch eine Mischung empfehlen.

      MfG,
      Steffi
    • Die beiden Mischungen sind zum Strecken von Sebastians Futter für seine Vögel eher nicht geeignet.
      Das Super habe ich empfohlen, weil es einen sehr hohen Spitzsaat- und Setariaanteil enthält und damit diesen Mangel etwas ausgleichen kann.

      Als Grundmischung empfinde ich die Classic- und die MRZ-Mischungen gut, weil sie einfach zusammengesetzt und sehr genau deklariert sind und eigentlich von allen wichtigen Grundsaaten genügend enthalten und das für einen entsprechend geringen Preis.
      Die anderen Mischungen sind nicht ganz so gut deklariert ("Rispenhirse" - Klammer auf:... etc.) - das mag ich nicht, weil dann der Hersteller seine Mischungen je nach Angebot variieren kann. Inhaltsangaben sollten entsprechend den Futtermittelgesetzen eigentlich relativ eindeutig sein, aber nicht jeder kann diese auch richtig interpretieren - und wie gesagt, sie können entsprechend ausgelegt werden, wenn die Angaben "schwammig" formuliert sind.
      Ein Beispiel: das Astrilden-Spezial: lt. Inhaltsangabe enthält es 44% Borstenhirse (Mannahirse, Mohairhirse, Senegalhirse), 8% Japanhirse, 16% Spitzsaat, 12% echte Platahirse, 17% Grassamen (Weidel-, Schwingel-, Knäuel-, Wiesenlieschgras, Wiesenrispe), 1% Salatsamen, 2% gebrochener Hafer. Die Angaben in den Klammern sind das Problem: allein schon bei der Borstenhirse können es im Extremfall z.B. 42% Mannhirse, 1% Mohairhirse und 1% Senegalhirse sein, ebenso könnten es aber auch jeweils knapp 15% von allen drei Sorten sein. So unterschiedlich darf die Zusammensetzung sein, wenn die Angaben etwas "schwammig" gehalten werden... Lt. Futtermittelverordnung müssen die höchsten Anteile zuerst genannt werden, deshalb kann (bzw. darf) z.B. der Anteil der Senegalhirse den der anderen beiden Setariaarten nicht überschreiten - falls sich der Futtermittelhändler an die Gesetze hält... ;)

      Ein gutes Futter definiert sich nicht unbedingt durch "zig" verschiedene Saaten, sondern eine ausgewogene Zusammensetzung. Man braucht im Endeffekt eigentlich nur fünf Grundbestandteile: je eine Panicum- und Setariaart, Kanariensaat, etwas Nackthafer und Echinochloa. Natürlich muss es auch gerne gefressen werden - da ist jede Vogelart anders. Oft auch der Individualvogel - das erkenne ich sehr gut schon bei meinen wenigen Vögeln, die nur in Kleingruppen von vier bis sechs Tieren zusammenleben. Obwohl es fast alles Nonnengruppen sind, wird von der gleichen Mischung sehr unterschiedlich gefressen. Manche Gruppen fressen absolut gar keine Spitzsaat, bei anderen bleiben die roten Setariaarten vermehrt liegen. Vor langer Zeit hatte ich mal einen Zebrafinkenhahn, der fast ausschließlich Japanhirse fraß - er hatte einen Schnabeldefekt und konnte vermutlich diese Hirse am besten entspelzen - er wurde trotz seines Handicaps und der etwas einseitigen Ernährung fast 8 Jahre alt.

      Wenn ich mir die verschiedenen Mischungen von Hungenberg ansehe, könnte ich fast jede empfehlen - allerdings nur für die entsprechenden Vogelarten. Sebastian hat australische Prachtfinken, deshalb würde ich ihm die o.g. Mischungen empfehlen. Wenn er Vögel hätte, die sehr zum Verfetten neigen (Papageiamadinen, Nonnen), dann wären Amadinen-Nonnen-Spezial und auch die Astrildenmischung besser geeignet.

      Bei allen Mischungen muss man auch die "Leistung" der Vögel beachten - in der Ruhe- und Erhaltungsphase genügt ein sehr einfaches Futter. Zur Jungvogelaufzucht sollte man den Eiweißanteil erhöhen (geht meist parallel zum Fettanteil und somit dem Energiegehalt) - da kann dann der Haferanteil gerne mal 5% betragen und auch ein wenig Negersaat beigemischt sein. Und damit die Kleinen dann vielseitig ernährt werden und jedes Futter kennenlernen, dürfen ruhig fast alle Hirsearten enthalten sein, die der Markt bietet.

      So das war jetzt mal ein etwas längerer Beitrag - eine gute artgerechte Fütterung gehört zum Grundsätzlichsten unserer Vogelhaltung, deshalb habe ich mich schon lange und intensiv damit auseinandergesetzt. Ich möchte ja auch wissen, was ich selbst esse - so halte ich es auch mit meinen Tieren.

      MfG,
      Steffi
    • Hallo,
      ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, indem ich
      Astrildenfutter, Amadinenfutter, Wildsamenmischung
      und Exotenfutter mische. Foniopaddy Grassamen gebe ich
      separat. Alles bei Graf erhältlich.
      Zudem bekommen meine Vögel Keimfutter, welches ich aus Zeisigfutter
      herstelle.
      Grit, Kohle, Eifutter mit und ohne Insekten, Futterkalk, Vitaminkalk
      und Traubenzucker stehen immer zur freien Verfügung.
      Frisch gehäutete Mehlwürmer und Micro Heimchen gehören ebenfalls
      zum tägl. Futterplan.

      MfG
      Hubert

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