Ab wann wirkt Baycox merklich?

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    • Ab wann wirkt Baycox merklich?

      Hallo ihr lieben!
      Ich suche nach Erfahrungen mit Baycox. Im Moment bekommt es meine Emely, sie hat Atoxoplasmose, die besonders gefährliche Organkokzdiose, es ging jetzt sehr schnell bergab. Sie bekommt es seit etwas mehr als 2 Tagen, bei Atoxoplasmen nimmt man eine höhere Dosierung Baycox...
      Noch hat sich nix bei ihr getan. Sie hat noch immer stundenweise so lethargische Durchhänger, vor allem nachmittags, welche immer ein paar Stunden dauern, dann geht es wieder besser, aber man merkt, dass sie krank ist...
      Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr vom Baycox generell bei Kokzidiose eine Besserung gemerkt habt. Man gibt es ja eh in Intervallen- z.b. 3-3-3 und dann jeweils 2 Tage pause dazwischen.
      Mache ich mir zu viel Sorgen und muss noch warten, oder müsste man schon was merken? Immerhin wird es morgen wieder abgesetzt und ich frage mich ob es normal ist, das man noch nix merkt.

      Ich weis nicht ob Baycox bei Atoxoplasmose geeignet ist, mein Tierarzt wollte einen Experten in Leipzig fragen, ich hoffe er hat ihn nun erreicht... Eventuell sind da Sulfonamide besser geeignet. Atoxoplasmose bekommt man wahrscheinlich sowieso nicht ganz weg. Leider wohl... Wenn es ihr nur wieder besser geht

      Danke, ich hoffe auf Antworten
      Bis bald
      Nils
    • Hallo Nils,

      Um welche Vogelart geht es denn überhaupt ?

      bei Darmkokzidiose ist immer die Rede davon, das es dem Vogel nach wenigen Tagen besser geht. Ich persönlich hatte da andere Erfahrungen gemacht. Selbst nach der Therapie
      ging es dem Vogel nicht wirklich gut. Die Leber war stark in Mitleidenschaft gezogen und der Körper braucht eine Weile um sich wieder zu regenerieren.

      Bei Organkokzidiose kommt es auch darauf an, wie schwer die Organe schon geschädigt sind, da glaube ich sind 3 Tage viel zu früh um schon was sagen zu können. Jeder Vogel steckt die Therapie
      anders weg.

      Es ist schwierig Dir den richtigen Rat zu geben, Toltrazuril wird ja nur teilweise im Darm resorbiert, aber durch die höhere Dosierung müsste man trotzdem einen entsprechenden Wirkstoffspiegel im
      Vogelkörper erreichen. Sulfonamide sind auf jeden Fall gut wirksam bei Atoxoplasmose, aber das Zeug ist auch nicht grade ohne. Sind die Schäden an den Organen schon zu weit fortgeschritten, kann man damit
      leider auch nichts mehr ausrichten.

      Wenn Du weisst wie, dann schau Dir doch mal den Bauch und die Leber des Vogels an, ist der Bauch oder die Leber rot und stark vergrößert ?
      VG
      :jap.mövchen:
    • Hallo kleines Licht,
      Es geht um ein Kanarienweibchen. Ich habe sie mit 3 Jahren vom Züchter in so einem Zustand bekommen. Atoxoplasmose mit Blutarmut... Damals bekamen wir keine Diagnose, die Atoxoplasmose ist ja nur im Glücksfall über Kot zu diagnostizieren. Erst ein halbes Jahr später, letztes Frühjahr bekamen wir endlich die richtige Diagnose. Das Röntgenbild war verheerend. Die Leber vergrößert und der Darm hatte Entzündungherde mit unverdauten Körner und war dilatiert. Sie hat das wohl schon ihr ganzes leben. Es ging ihr nie richtig gut, bis letztes Jahr 14 Tage Cotrim K und Baycox hochdosiert gegeben wurde, da war sie dann 6-8 Wochen symptomfrei, ich denke aber die Organschäden sind wohl mehr oder weniger geblieben. Ich habe immer wieder beim Tierarzt nachgehakt weil es immer hieß in mancher Fachliteratur 14 Tage Behandlung reicht nicht aus. Zur Brutzeit jetzt ging es ihr aber wieder recht gut bis sehr gut- bis auf so ein Paar Durchhänger ab und an, die aber nicht lange dauerten. Dann fing sie an massig Schleim auszuwürgen. Abstrich 2 mal Ok... und dann wurde es jetzt die letzten Tage heftig. Ihr Zustand wechselte die letzten Tage von sehr munter, brutwillig und flugfreudig zu totkrank und lethargisch und das in kurzer zeit. Ein richtiges Auf und ab, im Moment hängt sie 4-5 Stunden komplett durch und isst und trinkt kaum.
      Ihre Leber ist nicht so ganz stark vergrößert, ich denke der Erreger hat wohl alle Organe befallen und so summiert es sich eben.
      Ich weis, das mein Vogel die Schäden wohl mehr oder weniger behalten wird. Aber ich verstehe nicht, wie sie immer so schwanken kann von totkrank, in der Ecke zu na ja fast normal. Das lässt mich noch hoffen...
    • Das tut mir leid für das Tierchen. :( Die Durchhänger werden durch die Medikamentengabe sicher noch verstärkt.

      Was die Langzeittherapie bei Atoxoplasmose betrifft, habe ich leider keine Erfahrungen aber rein vom logischen her, müsste die Therapie nach einigen Wochen Pause noch mal wiederholt werden.
      Die Oozysten bleiben ja in den Organen zurück aus denen sich wieder neue Kokzidien entwickeln. Sicher kann das Immunsystem das ganze eine Weile in Schach halten aber grad wenn
      die Therapie erst abgeschlossen wurde, ist der Vogel noch ziemlich schwach und anfällig und die Dinger vermehren sich wieder.
      Ein Züchter den ich kenne meinte mal was von mehreren Monaten mit Pausen dazwischen, wobei man dann auch wieder abwägen muss zwischen Nutzen und Schaden.

      Gibst Du was zur Immununterstützung oder Vitaminpräparate ?
      VG
      :jap.mövchen:
    • Emely kriegt das Baycox zum Glück ins Trinkwasser, denn bei solchen opportunistischen Erregern ist es mir sowieso lieber, die Vögel kreigen es über das Trinkwasser, denn das greifen stresst viel zu sehr... Die Erfahrung habe ich bei den Megabakterien, die 2 andere Kanaries haben (ich muss sie deswegen leider gesondert halten) auch gemacht. Erst bei Trinkwasser Medikation (musste das Ampho aber ständig umrühren) haben wir eine gute bleibende Besserung /klinische Heilung erzielt...

      Klar, Emely bekommt und bekam immer korvimin und sie bekommt Sylimarin kapseln für die Leber und ab und an mal eine pt12 Kur oder manchmal hatten iwr auch Gladiator, was sich ganz gut anhört (wenn man mal so liest was der Hersteller verspricht.)

      Heute war Emely's Hänger wieder besonders schlimm, hat 4 Stunden fast nur geschlafen, aber jetzt ist sie wieder viel fitter und frisst wieder und sucht Kontakt . Ich verstehe einfach nicht wie das so wahnsinnig schwanken kann, und immer am nachmittag.... ich werte dieses hin und her immer noch als Chance
    • Das der Vogel so schlappe Phasen hat ist bei der Krankheitsgeschichte ganz normal denk ich mal, der kleine Organismus braucht halt viel Ruhe.
      Mit dem Korvimin bin ich unsicher inwieweit der enthaltene B Komplex die Vermehrung der Kokzidien fördert, ich würde es ehrlich gesagt nicht dauerhaft geben.

      Hoffentlich kann Dir Dein TA morgen nochmal Genaueres zur Therapie mit Baycox sagen, so wirklich weiterhelfen konnte ich Dir zu dem Thema ja leider auch nicht.
      VG
      :jap.mövchen:
    • oh Danke! Mit dem b Komplex, da werde ich meinen Tierarzt auch nach fragen, wenn er anruft. B Komplex Vitamine verbrauchen die Kokzidien beim Wachstum bzw Vermehrung oder nicht ? Da hab ich ja noch gar drüber nachgedacht, weil Korvimin ja ein Multivitamin Präparat ist, vergisst man (ich ) den B komplex.... Ich gebe es ihr nur gerne, weil sie so dünn ist und trotz teils sehr guter Nahrungsaufnahme überhaupt nicht zunimmt... und viele solcher betroffenen Vögel haben ja immer chronisch Mangelzustände...

      Mir ist noch etwas aufgefallen und das ist echt seltsam...
      Als ich mich damals mit Atoxoplasmose beschäftigt habe, laß ich in verschiedenster Fachliteratur, das nachweislich die (meisten) Isospora serini OOzysten zwischen 14 und 18 Uhr ausgeschieden werden und dieser Zeitraum bei der Kotprobe am aussagekräftigsten ist. So hatten wir dann auch endlich mal eine Diagnose... und jetzt hat mein Vogel immer in genau dem Zeitraum seine schlimmen Durchhänger und dann wird's wieder zumindest mal deutlich besser... Das ist doch wirklich auffällig! Klingt so irgendwie nach so etwas ähnlichem wie diese Fieberschübe, die man ja bei Malaria haben soll....

      Ich denke, wenn mein Vogel sich dann immer wieder so erholt, so doll dürften die Organschäden doch (hoffentlich noch) gar nicht sein... Ich hatte vermutlich unwissentlich schon mehrere von atoxoplasmose betroffene Vögel aus Zooläden, wo es zb bei Röntgenbildern Hinweise gab... Ein Vogel hatte eine solche Leberschwellung wo die Ursache nie gefunden wurde, die war irgendwann so schlimm, das Vögelchen hätte nicht mehr so springen fliegen und laufen können wie Emely wenn es ihr besser geht...
    • Bei chronischen Sachen gibt es wirklich immer wieder so Schübe wo es dem Vogel schlecht geht und dann wieder bessere Tage. Ich kenn das von Megabakterien her.

      Die Sache mit dem Korvimin ist mir selber auch nur bewusst geworden weil ich auch einen Kokzidienkandidaten hatte. :lachen:

      Ich habe Dir noch mal eine Privatnachricht geschickt. (oben unter Konversation) ;)
      VG
      :jap.mövchen: