Goldbrüstchen, Verpaarung erkennen

    • Goldbrüstchen, Verpaarung erkennen

      Hallo miteinander,

      So langsam mache ich mir Gedanken wie eine Zucht meinen 3 Paaren Goldbrüstchen gehen könnte. Im Frühjahr möchte ich einen Zuchtversuch starten. Da ich Zwangsverpaarungen vermeiden möchte und ich mir auch nicht ganz sicher bin ob es lauter subflava sind, beobachte ich die Vögel schon eine Zeitlang genauer.

      Letztes Jahr, bei den Schönbürzeln, war es relativ einfach, die Paare zu erkennen die zusammen gefunden haben. Diese Paare sind immer noch zusammen. Dazu muss ich sagen, dass ich die harmonierenden SB Paare dann jeweils einzeln gesetzt habe, da ich gelesen hatte, dass SB Hähne bei der Brut aggressiv gegenüber anderen SB werden können.

      Bei den Goldbrüstchen hingegen, kann ich keine klare Paarbildung erkennen. Hinzu kommt noch, dass ein GB Hahn so aussieht wie ein clarkei von bengalus im Thread "Goldbrüstchen, Unterarten".

      Kann ich alle 3 GB Paare sich in einer Voliere finden lassen und auch ansetzen, ohne das es zu Mord und Todschlag kommt? Die Voliere, von der ich rede ist 250 x 210 x 100 (lxhxt), bei geteilter Voliere halbiert sich die Länge.

      Allerdings möchte ich im Frühjahr die Schönbürzel ebenfalls wieder ansetzen, dazu würde ich die Voliere wieder teilen wollen. Was dann aber wieder zu Platzproblemen führen könnte. Eine Unterbringung in Zuchtboxen möchte ich vermeiden, da es letztes Jahr einem Paar SB und einem Paar GB sichtbar nicht gut getan hat.

      Ideal für mich wäre natürlich wenn ich die 2.2 Schönbürzel und die 3.3 Goldbrüstchen in der offenen Voliere ansetzen könnte. Könnte das gehen? Was meint ihr dazu?

      schöne Grüße,
      Alfred
    • Hallo Alfred,

      Goldbrüstchen hatte ich zwar noch nie, aber ich würde es mit allen zusammen in einer Gemeinschaftsvoliere versuchen. Sollte es nicht klappen, kannst du immer noch reagieren, Voliere teilen oder eben doch die Zuchtbox nutzen. In der Zuchtbox würde ich es dann mit den Goldbrüstchen probieren. Bei den Schönbürzel kann es im Sechserpack evtl. schon zu Nestübergriffen kommen, da sie halt extrem neugierig und unternehmungslustig sind. Aber es kann auch gutgehen - ich würde es riskieren.

      Wie weit ist dein Plan bezüglich der Außenvoliere? Dann hättest du ja Platz und Möglichkeiten.

      Schöne Grüße
    • Hallo Cambria,

      Ich habe zwar letzten Herbst mir der AV angefangen, aber bei mir dauert so was meistens länger :D . Ich weiß nicht ob ich die AV dieses Jahr noch bevölkern kann. Mal sehen. Dann wäre die Zucht der SB und GB sicherlich einfacher.

      Bei den SB harmonieren nur 2 Paare. Das 3. Paar hatte ich letztes Jahr solange in einer Box. Das möchte ich allerdings nicht mehr.

      Aber ich denk mal Du hast recht. Das 3. Paar SB in die Zimmervoliere, die früher im Wohnzimmer stand und in die große Voliere dann 2.2 SB und 3.3 GB ansetzen. Das könnte ich mir vorstellen.

      schöne Grüße,
      Alfred
    • Hallo Alfred,

      Du kannst alle 3.3 Goldbrüstchen und 2.2 Schönbürzel in die Voliere setzen. Gib den Goldbrüstchen unterschiedliche Farbringe, so kannst Du besser erkennen wer mit wem zusammen hält. Kann etwas dauern. Wenn Du nicht genau weißt ob subflava oder clarkei :?: , mach Fotos, dann können wir vielleicht helfen. :einig:

      Wenn ich neue Vögel erworben habe, lasse ich die Paare immer sich selbst finden.
      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:
    • Hallo Alfred,

      Nachtrag: nach einer Weile fliegen sie dann nur noch zusammen, dh. fliegt einer z. B. zum Futter o. ä. fliegt der andere hinterher. Auch wenn sie nicht immer nebeneinander sitzen, so beobachten sie sich doch.
      Das ist mir in der Gartenvoliere häufig aufgefallen, es aber bei anderen Paaren auch so, sehr stark bei Rotköpfigen Papageiamadinen zubeobachten, aber auch bei Afrikanern.

      Mußt Du mal beobachten.
      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:
    • Hallo zusammen,

      Erst mal Danke für die Ratschläge!!!

      Ich werde es auch so versuchen. 2.2 Schönbürzel und 3.3 Goldbrüstchen in der großen Voliere ansetzen. Allerdings muss die Voliere dann komplett neu einrichten hab ich das Gefühl. Da könnte ich ein "Voliereninnendekorationsarchitekt/in" gebrauchen. :lachen:

      @ bengalus. Ich habe ein Paar Goldbrüstchen letzten September als "subflava" gekauft. Wenn ich aber Fotos deines clarkei-Hahnes sehe, kommen mir bei meinem Hahn Zweifel ob das auch wirklich ein subflava ist. Fotos zu machen ist schwierig für mich, aber ich werde es versuchen.

      Ich kann alle Vögel eindeutig an den Ringen identifizieren. Das hat nur Vorteile und ist bei den Schönbürzeln ein Muss. Die wären sonst nicht, oder nur sehr schwer zu unterscheiden.

      Die Paarbildung bei den SB letztes Jahr war einfach. Die Paare haben alles gemeinsam unternommen und gegenseitige Gefiederpflege war schon fast ein Ritual. Die Paarbildung war auch sehr wichtig, weil ich die Paare danach getrennt habe. Die harmonierenden Paare jeweils einzeln in eine Volierenhälfte. Das muss ich bei den GB ja nicht. Das größte Risiko wäre ja dann, dass sich die Unterarten vermischen sollte das eine Paar wirklich clarkei sein. Ich glaube aber schon gelesen zu haben, dass es nur bei Zwangsverpaarungen Mischlinge geben kann.

      schöne Grüße,
      Alfred
    • Hallo zusammen,

      Hier nun ein Paar Fotos von heute, zum "Unterartenraten"
      P1020530klein.jpg
      Das ist der Hahn bei dem ich mir nicht sicher bin ob das auch wirklich, wie von dem Züchter behauptet, ein subflava ist.

      P1020540klein.jpg
      Der gleiche Hahn aus einer anderen Perspektive.

      P1020534klein.jpg
      Zum Vergleich sitzt auf diesem Bild ein subvlava Hahn rechts neben dem fraglichen Hahn.

      Den dritten Hahn habe ich leider nicht vor die Linse bekommen. Der ist noch recht jung und auch nicht so intensiv orange auf der Brust, wie der rechte Hahn im zweiten Bild, aber das Orange ist auf der ganzen Brust. Da bin ich mir relativ sicher das er ein subflava ist.

      Sollte der fragliche Hahn ein clarkei sein, hoffe ich dass er sich keine subflava Henne aussucht.

      schöne Grüße,
      Alfred
    • Hallo Alfred,

      die Fotos sind doch gut getroffen, die Farben sind besser zuerkennen. :thumbsup:

      Bild oben: ist ein clarkei, meiner Meinug nach. s. Prachtfinken Afrika, Auszug: in der Kropfgegend ein orangefarbener Fleck....
      Bild unten: rechts ist ein subflava, links clarkei.

      Die Unterschiede sind meist nicht so eindeutig. Heute bekommt man keine artenreine 1.1 subflava und 1.1 clarkei mehr, weil die JV meistens gemischt in einer großen Box oder Voliere großgezogen und die Arten nicht getrennt werden.

      Wenn man dann diese Vögel kauft und züchtet, werden es keine sauberen Farben mehr sondern Mischungen, mal mehr oder weniger gelb oder orange, je nachdem welche Henne man bekommen hat.

      Ich will damit nicht sagen, das ich nur artenreine Vögel besitze oder kaufe, ich achte schon beim Kauf auf scharfe Farbtrennung und saubere Übergänge.
      Selbst bei "sogenannten Import Vögeln" weiß man nie ob die Hennen wirklich zu den Hähnen passen, clarkei - subflava . :?:

      Da die Hennen aller Unterarten kaum zu unterscheiden sind.

      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:
    • Hallo zusammen,

      Das Problem die Hennen der Unterarten zu unterscheiden war mir schon bekannt. Ich hab mich deshalb auch gewundert weshalb es nicht schon lange zu einer Vermischung der Unterarten gekommen ist. Aber die Vermischung hat wohl schon stattgefunden. Dann brauche ich mir auch nicht so viele Gedanken über die Reinhaltung der Unterarten zu machen.

      Inzwischen glaube ich auch, dass der fragliche Hahn vom Post 7, kein subflava ist. Bengalus hat mich auf das Buch "Prachtfinken Afrika" hingewiesen. Außer das mit dem orangefarbenen Fleck in der Kropfgegend steht da auch noch drin, dass die Flanken bei der Unterart clarkei gröber gewellt sind als bei der Nominatform. Das trifft auch auf diesen Hahn zu.

      Ob subflava oder clarkei ist letztendlich egal. Es ist ein sehr schöner und gesunder Vogel. Ich würde sogar sagen, es ist mein schönstes Goldbrüstchen.

      schöne Grüße,
      Alfred
    • Hallo Alfred,

      wir sollten doch auf "artenreine Zucht" achten, sonst gibt es bald nur noch diese verwaschenen und blassen Farben.

      Post 8

      bengalus schrieb:

      ich achte schon beim Kauf auf scharfe Farbtrennung und saubere Übergänge.
      wie die Bilder von clarkei und subflava zeigen.
      Dateien
      • clarkei.jpg

        (14,1 kB, 89 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • subflava.jpg

        (18,56 kB, 90 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:
    • Da muss ich bengalus absolut recht geben. Eine Vermischung sollte möglichst vermieden werden sonst endet das wie bei Grunfinken. Auch da gibt es praktisch keine reinen Vögel mehr, man kauft 2 grüne Naturfarbene und wundert sich anschließend das gescheckte junge Raus kommen.
      Das ist total blöd. Da verkauft man grüne junge und der neue Besitzer ruft im nächsten Jahr an und beschuldigt einen das man mischmasch verkauft.
      LG
      Christian aus OWL
    • Hallo miteinander,

      Nun bin ich etwas verwirrt :?:

      Eigentlich war es schon meine Absicht die Unterarten nicht zu vermischen. Nun lese ich, dass es reine Unterarten gar nicht gibt. Da frage ich mich, wie ich die Unterarten rein halten soll. Mit Zwangsverpaarungen?? Und dann kommt das Problem mit den Hennen dazu. Welche ist eine subflava, welche ist eine clarkei und welche Henne ist ein Mischling?? Hennen kann man ja nicht so einfach unterscheiden. Vielleicht gibt es genetische Unterschiede, aber wer kann die feststellen??

      bengalus schrieb:

      Heute bekommt man keine artenreine 1.1 subflava und 1.1 clarkei mehr

      Wenn es so ist wie bengalus schreibt, ist es wohl schon zu spät Unterartenrein zu züchten. Wenn man GB verpaart bei dem der Hahn farblich zu einer Unterart passt, ähnelt das ja eher das Züchten von Farbschlägen und nicht von Unterarten.

      Um es klar zu stellen: Ich möchte auch keine Mischlinge züchten. Eine Zwangsverpaarung hatte ich nicht vor. Trotzdem, wie kann ich sicher gehen das ich es nicht tue?

      Mischen sich die 2 Unterarten, wenn ich die Paare sich selber finden lasse? Oder verpaaren sie sich nur untern artgleichen???

      :?: :?: :?:

      schöne Grüße,
      Alfred
    • Du hast natürlich recht das man es kaum noch verhindern kann. Einzigste Möglichkeit ist sich für eine Art zu entscheiden und von diesen Jungvögeln die Hennen selber zu behalten und wieder zur Zucht ansetzen. So kommt man nach und nach immer weiter von den Mischungen weg. Da das natürlich nur mit vielen Paaren realisierbar ist wäre es von Vorteil sich mit mehreren Züchtern zusammen zu tun.
      Zu deiner letzten frage ist Bengalus der bessere Ansprechpartner.
      LG
      Christian aus OWL
    • :mütze: Hallo,

      das Problem zur 1. Frage habe ich nartürlich auch,

      chapper schrieb:

      Welche ist eine subflava, welche ist eine clarkei und welche Henne ist ein Mischling?? Hennen kann man ja nicht so einfach unterscheiden. Vielleicht gibt es genetische Unterschiede, aber wer kann die feststellen??
      Ob es bei der DNA-Untersuchung eine Möglichkeit gibt das raus zu finden :weiss nicht: , müsste man anfragen. :?: :?:


      chapper schrieb:

      Wenn man GB verpaart bei dem der Hahn farblich zu einer Unterart passt, ähnelt das ja eher das Züchten von Farbschlägen und nicht von Unterarten.
      Da hast Du natürlich recht :einig: , siehe auch Post 9

      chapper schrieb:

      Bengalus hat mich auf das Buch "Prachtfinken Afrika" hingewiesen.
      Man sollte schon auf die genannten Unterscheidungsmerkmale (s. Buch) beim Kauf der GB achten :lesen: "und Vertrauen in den Züchter haben". Oder auch nicht! :grübel: :grübel:

      Ich habe meine GB von drei unterschiedlichen Züchtern gekauft, die ich schon länger kenne und vertraue. Sie lassen, genau wie ich es bei der Boxenzucht mache, die JV auch bei der nächsten Brut mit helfen. Danach werden die fast ausgefärbten JV je nach Art in separate Boxen untergebracht.

      Da ich zur Brutauffrischung immer 3-4 Paare von subflava und clarkei kaufe, die Paare sich selbst finden lasse, natürlich jede Art getrennt für sich, gehe ich davon aus, das ich wirklich 3.3 subflava und 3.3 clakei habe.
      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:
    • Hallo zusammen,


      bengalus schrieb:

      Ob es bei der DNA-Untersuchung eine Möglichkeit gibt das raus zu finden , müsste man anfragen.
      bengalus hatte da einen interessanten Gedanken. Heute habe ich ein DNA Labor angerufen und nachgefragt.

      Leider kann man die Unterarten nicht per DNA Analyse unterscheiden. Die Dame am Telefon hat das definitiv ausgeschlossen. Begründet hat sie es allerdings nicht. Ich vermute mal das man es schon könnte, wenn man DNA-Studien in den Herkunftsländern machen würde. Also mit einem riesen Aufwand.

      Da wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben wie genau hin zu sehen und Buch zu führen, um die Unterarten zumindest "optisch" rein zu halten.

      schöne Grüße,
      Alfred
    • halli Hallo.

      Also ich selber züchte nun auch regelmäßig goldbrüstchen und auch mit Erfolg

      Ich selber hab die Erfahrung gemacht das andere züchter nicht immer darauf achten die Zucht Artenrein zuhalten da muss ich bengalus recht geben.

      Ich habe ein top ZP der Hahn hat nur einen leicht rotenfleck am Hals so wie deiner chapper und die Henne ist.... Ja was auch immer.
      Die Küken die schlüpfen und ausfliegen sind immer vollkommen rotbrüstig, also die Hähne. Somit züchte ich immer mit die besten und intensivsten weiter genauso wie mit den Hennen.
      Hähne die nicht vollkommen rot sind werden auch nicht zur Zucht genommen.

      Damit will ich nur sagen das ich versuche nun eine reinzucht durch zu führen und das seit Jahren. Einfach um die Arten rein zu bekommen.

      Bei fremdes Blut ist es natürlich leider wieder schwer zu sagen das es reine sind.

      Und was ich noch sagen wollte damit das man immer erst an die JV sieht was die Eltern Tiere sind.