Perlhalsamadinen-Züchter

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    • Hallo Sandro,

      ich habe heute telefoniert und von deinem „Phänomen“ berichtet. Die erste Frage war direkt, ob Du mit allen in einer Voliere ziehst. Das habe ich bestätigt. Er vermutet, dass sich die Paare gegenseitig gestört und dadurch die Jungen jeweils nicht ausreichend gehudert wurden. Um dies auszuschließen empfiehlt er, die Paare einzeln anzusetzen. Deine Tropfen sind nicht das Problem meint er, ehr die artgleichen Tiere. Wie gesagt, eine Vermutung. Auch meint er, was die Aussagen zum Futter von Steffi unterstreicht, dass Perlhalsamadinen nicht zwingend Lebendfutter benötigen, sie ziehen problemlos mit „Frostware“.

      Bei ihm sind letztens fünf von insgesamt 14 junge Perlhalsamadinen in dieser Saison ausgeflogen. Die JV stammen alle von einem Paar. Bei den Perlhalsamadinen setzt er auch immer nur ein Paar, jedoch mit weiteren artfremden Tieren, an.

      Das auf die Schnelle. Wenn Du die Möglichkeit hast, würde ich es durchaus auf einen Versuch ankommen lassen und die Paare getrennt voneinander ansetzen.

      Gruß in die Schweiz

      Matthias

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    • matthias81m wrote:

      Hallo Sandro,

      ich habe heute telefoniert und von deinem „Phänomen“ berichtet. Die erste Frage war direkt, ob Du mit allen in einer Voliere ziehst. Das habe ich bestätigt. Er vermutet, dass sich die Paare gegenseitig gestört und dadurch die Jungen jeweils nicht ausreichend gehudert wurden. Um dies auszuschließen empfiehlt er, die Paare einzeln anzusetzen. Deine Tropfen sind nicht das Problem meint er, ehr die artgleichen Tiere.


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      Bei den Perlhalsamadinen setzt er auch immer nur ein Paar, jedoch mit weiteren artfremden Tieren, an.

      Das auf die Schnelle. Wenn Du die Möglichkeit hast, würde ich es durchaus auf einen Versuch ankommen lassen und die Paare getrennt voneinander ansetzen.

      Gruß in die Schweiz

      Matthias
      Hallo Sandro,

      das kann ich genauso bestätigen. Obwohl Lonchuras als äußerst verträglich gelten und großteils Schwarmvögel sind, benötigen sie in der Zuchtphase relativ viel Individualraum. Auch wenn sie nicht offensichtlich streiten und es zu Hetzjagden kommt wie bei anderen Prachtfinken, schafft es oft nur das dominante Paar, gesunde Jungvögel auf die Stange zu bringen. Ich selbst habe bei meinen Nonnen schon mehrfach entsprechende Erfahrungen gemacht (dominantes Paar stört beim Tretakt, "besucht" das fremde Nest, raubt Nistmaterial etc.); ähnliche Erfahrungen kenne ich auch von anderen Züchtern. Ein Schwarmvogel ist nicht automatisch ein Koloniebrüter - in unseren beengten Volieren (und seien sie noch so groß...) entspricht das aber eher einer Kolonie. Die meisten unserer wirklich erfolgreichen Lonchurazüchter ziehen entweder mit Einzelpaaren in großen Boxen oder in gemischten Volieren in Gesellschaft mit anderen Prachtfinkenarten.

      MfG,
      Steffi
    • matthias81m wrote:

      Hallo Sandro,

      ich habe heute telefoniert und von deinem „Phänomen“ berichtet. Die erste Frage war direkt, ob Du mit allen in einer Voliere ziehst. Das habe ich bestätigt. Er vermutet, dass sich die Paare gegenseitig gestört und dadurch die Jungen jeweils nicht ausreichend gehudert wurden. Um dies auszuschließen empfiehlt er, die Paare einzeln anzusetzen. Deine Tropfen sind nicht das Problem meint er, ehr die artgleichen Tiere. Wie gesagt, eine Vermutung. Auch meint er, was die Aussagen zum Futter von Steffi unterstreicht, dass Perlhalsamadinen nicht zwingend Lebendfutter benötigen, sie ziehen problemlos mit „Frostware“.

      Bei ihm sind letztens fünf von insgesamt 14 junge Perlhalsamadinen in dieser Saison ausgeflogen. Die JV stammen alle von einem Paar. Bei den Perlhalsamadinen setzt er auch immer nur ein Paar, jedoch mit weiteren artfremden Tieren, an.

      Das auf die Schnelle. Wenn Du die Möglichkeit hast, würde ich es durchaus auf einen Versuch ankommen lassen und die Paare getrennt voneinander ansetzen.

      Gruß in die Schweiz

      Matthias
      Lieber Matthias
      Liebe Steffi

      Vielen Dank, dass du mit deinem Kollegen gesprochen hast. Die Erkenntnisse sind allerdings ernüchternd. Ich dachte mit der Perlhalsamadine einen Schwarmvogel gefunden zu haben, der auch in der Kolonie erfolgreich Junge zieht.

      Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sich die Paare gegenseitig gestört haben sollen. Ich konnte auch nie beobachten, dass Nistmaterial von anderen Nestern geklaut wurde. Die Nester waren jeweils stabile, feste Konstrukte. Kein Nest war liederlich gebaut. Im Gegenteil: Das freistehende Nest war riesig und dickwandig. Auch wäre mir nie aufgefallen, dass die nicht brütenden Vögeln in den Brutnestern geschlafen hätten. Diese haben immer separate Nester in der Nacht aufgesucht. Natürlich hatte ich aber auch nicht den ganzen Tag Zeit, meine Vögel zu beobachten. Es ist schon so, dass sich die Vögel in Anwesenheit von Menschen anders verhalten, als wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Ausschliessen kann ich es also nicht. Aus Platzgründen habe ich nur zwei zusätzliche Zuchtboxen in meinem Vogelzimmer, die ich momentan aber zu einer Grossen zusammengesteckt habe, für meinen Monteiroastrild-Hahn. Die Henne darf sich in der Hauptanlage vom Zuchtjahr 2020 erholen :)

      Auch dir Steffi möchte ich für deine Beobachtungen und Erzählungen danken, die sich ziemlich mit denen von Matthias' Bekannten decken. Und ich denke du liegst richtig mit der Annahme, dass Schwarmvögel nicht unbedingt Koloniebrüter sind. Nichtsdestotrotz sagt mir mein Bauchgefühl, dass das Schwarmleben nicht der Grund für die misslungenen Bruten war. Ich sehe nach wie vor der Hauptgrund in einem Überangebot an Lebendfutter.

      Ich werde es in der nächsten Brutsaison nochmals im Schwarm versuchen. Ich möchte das Augenmerk auf eine sorgfältig dokumentierte Abgabe tierischer Nahrung legen. Dieses Mal werde ich aber nicht so lange zu schauen und frühzeitig Massnahmen (wie die Zuchtpaare einzeln setzen) ergreifen.

      Nun wünsche ich euch allen ein frühlingshaftes WE (das haben wir uns nach dieser Saukälte nun wirklich verdient).

      Liebe Grüsse
      s
    • Monteiroastrild wrote:

      Es ist schon so, dass sich die Vögel in Anwesenheit von Menschen anders verhalten, als wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Ausschliessen kann ich es also nicht.
      Hallo Sandro
      aus diesem Grunde habe ich Überwachungskameras installiert. So kann man auch mal per I-Pad oder so beobachten. Vllt als kleine Anregung Schönes WE
    • Bretone Epagneul wrote:

      Monteiroastrild wrote:

      Es ist schon so, dass sich die Vögel in Anwesenheit von Menschen anders verhalten, als wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Ausschliessen kann ich es also nicht.
      Hallo Sandroaus diesem Grunde habe ich Überwachungskameras installiert. So kann man auch mal per I-Pad oder so beobachten. Vllt als kleine Anregung Schönes WE
      Hallo

      Ich hatte mal eine Kamera. Ich habe sie dann aber verschenkt. Aber ja, finde das eine gute Idee. DANKE.

      Lieber Gruss
      s
    • Monteiroastrild wrote:

      Ich werde es in der nächsten Brutsaison nochmals im Schwarm versuchen
      Das würde ich auch so versuchen. Das Problem scheint ja erst mit dem Schlüpfen zu beginnen . Daraus würde ich ableiten, dass die Unruhe nicht so gross ist. So würde ich das tierische Eiweiß reduzieren. Ist die erste Brut trotzdem nicht erfolgreich, kann man immer noch trennen. Ich nehm auch ein Paar zur Pflege ;)
      Wie auch immer, ich glaube alle hier drücken die Daumen...
    • Hallo

      Ja... das Problem begann meistens etwa eine Woche nachdem die Jungen geschlüpft sind. Ich werde euch jedenfalls informieren... nun ist aber noch etwa 2.5 Monate Ruhephase, bevor ich mit den Brutvorbereitungen beginne.

      Bist du an Graukopfelsterchen interessiert?

      Und danke für's Daumendrücken... das ist immer gut :)

      Nette Grüsse aus der Schweiz
    • Hallo zusammen

      Bitte entschuldigt meine späte Antwort. Ich war längere Zeit nicht mehr auf prachtfinken-freunde.

      Danke der Nachfrage. Das Zuchtjahr 2021 war miserabel. Nur ein Paar ist zur Brut geschritten und hat ein Junges zum Ausfliegen gebracht. Dieses starb leider zwei, drei Tage später, da es hinter eine Platte fiel. Als ich das Nest kontrollierte fand ich noch zwei weitere Jungtiere, die aber schon ganz vermutlich schon lange tot waren. Also wieder ein ähnliches Phänomens wie im 2020.

      Ich hoffe nun auf ein gutes 2022!

      Liebe Grüsse
      s
    • Hallo Matthias

      Danke für deine Antwort.

      Von den Prachtfinken habe ich bislang den Kot nie untersuchen lassen. Ich liess aber den Kot unserer Montezumawachteln untersuchen. Insgesamt fünfmal. Das 1. Mal wurde nichts festgestellt. Beim 2. und 3. Mal liess sich ein leichter Kokzidienbefall erkennen. Auf Empfehlung eines Tierarztes behandelte ich meine Vögel nicht. Mit einem leichten K.befall sollten die Vögel klarkommen. Und da die Vögel nach draussen können, macht es swieso wenig Sinn zu behandeln. Bei Kotproben vier und fünf war dann wieder alles negativ. Ich habe bei allen Proben über zwei bis drei Tage den Kot eingesammelt. Von den Montezumawachteln trennten wir uns mittlerweile. Eine wunderschöne, aber auch traurige Erfahrung - aber das ist eine andere Geschichte.

      Ich nehme an, du beziehst auf deine Frage wegen der Kotprobe auf Kokzidien? Ich hatte letztes Jahr bei den Graukopfelsterchen nur einen Todesfall (und der Tropfengrünastrild-Hahn büxte aus :regen: ). Es handelte sich um ein Weibchen, dass schon längere Zeit nicht mehr fliegen konnte und ein "Geschwür" (vermutlich Krebs) auf der Nase hatte. Es wurde immerhin vier Jahre alt. Meine beiden ältesten Männchen werden dieses Jahr sechs Jahre alt. Eines davon hatte im Herbst immerhin noch eine Befruchtungsrate von 75% (bei dem Paar, wo eben nur ein Junges ausflog und dann verstarb). Oder warum denkst du, wäre eine Untersuchung des Kots angebracht? Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Vögel kränkeln... aber alle meiner Vögel werden wohl Kokzidien in sich tragen. Das lässt sich bei meiner Haltung wohl schlecht vermeiden.
    • Monteiroastrild wrote:

      Nur ein Paar ist zur Brut geschritten
      Das ist ja wirklich bitter. Das liest man oft, dass es im Folgejahr mit der NZ hapert (Ausnahmen wie bei den Schönbürzeln von Matthias ;) gibt es natürlich immer wieder.) Aber wenn ich mich recht erinnere, sind das auch leider weniger Jungvögel. Wie auch immer, ich würde mal die Paarzusammenstellung ändern und drücke natürlich die Daumen..
    • Monteiroastrild wrote:

      Ich nehme an, du beziehst auf deine Frage wegen der Kotprobe auf Kokzidien?
      Hallo Sandro,

      ja, genau darauf zielte meine Frage ab. Gerade da so viele JV in 2020 noch als Nestlinge verendet sind. Ich denke aber das es ausgeschlossen ist, eine Anlage wie Deine "kokzidienfrei" zu bekommen. Je artgerechter die Tiere gehalten werden, desto schwieriger gestaltet sich eine mögliche Bekämpfung. Auch, wenn man bei den Futterschalen etc. auf absolute Hygiene achtet, so nehmen die Vögel doch auch ihre Nahrung vom Boden auf, gerade wenn dieser naturnah gestaltet ist. In "sterilen" Box ist eine Behandlung der Vögel und anschließende Desinfizierung sicherlich kein Thema, aber darüber hinaus (Voliere - vor allem mit Freiflug) ist es mehr als herausfordernd. Ich möchte aber nicht sagen, dass dies der Grund für den Verlust der Nestling war. War nur ein Gedanke.

      Ich drücke Dir auf jeden Fall weiterhin die Daumen!

      Gruß
      Matthias