Aspergillose

    • Ein mir sehr gut bekannter Landwirt hier aus meiner Gegend hat mir mal gesagt das praktisch jedes Korn mit Schimmel befallen ist und wenn es gerade zur Erntezeit regnet wird es mit jedem Tag schlimmer bis man zum Schluß schon sehen kann das die Ähren dunkler werden. Das Problem tritt eigendlich erst beim trocknen auf denn dann werden die Sporen so trocken das die fliegen und somit vom Vogel eingeatmet. In Freiheit würde kein Vogel Körner finden die auf 20 %runtergetrocknet sind. Nichtmal in Australien da dort die Ähren jede Nacht vom Tau wieder befeuchtet werden.
      Soweit mein Wissensstand.
      LG
      Christian aus OWL
    • @Garry71
      Bis jetzt habe ich erfolgreich jeden Vogel umgestellt bekommen. Auch haben einige bekannte von mir den gesamten bestand umgestellt welcher mehrere hundert Vögel umfasst. Ebenfalls erfolgreich. Durchhaltevermögen ist tatsächlich das Stichwort! Welches Lebewesen wird denn freiwillig sein geliebtes "ungesundes" Futter aufgeben um sich gesund zu erähren?
      Körnerfutter ist ebenso wenig artgerecht wie Pellets da beides nur Erhaltungsfutter ist. Also entschließe ich mich für die gesündere Variante. Bei Körnern hat man dennoch weiterhin das Problem das die Vögel aussortieren und sich nur die Schmackhaften Körner nehmen.
      Das Vater Sohn Gespann gaben damals in den 70er Jahren die Pellets erstmals entwickelt. Mittlerweile gibt es viele Hersteller. Ich bevorzuge Roudybush eben weil es von der Zusammensetzung laut vkta am besten ist. Man kann aber ebenso Harrisons nehmen oder das von Wagners.

      Futter aus regionalem Anbau wäre eine ganz gute Idee aber selbst bei Haselnuss und Walnuss können die SchimmelpilzSporen auftreten durch falsche trocknen oder Lagerung.

      Zu den vkta in Berlin. Dr. Wedel praktiziert nicht mehr. Sie hat nur noch ihr Kakadumobil und macht Hausbesuche aber nur für Krallenschneiden oder so. Dr. Göbel hat meines wisse s nach keine FachtierarztAusbildung.
      Ich bin bei Dr. Carnarius. Sie wurde mir von einigen renommierten Leuten empfohlen unter anderem von Dr. Bürkle
      Sie hat die modernste Praxis und schon weltweit Bestände betreut unter anderem Spix Aras, Königsamazonrn und St. Lucia Amazone. Sie ist für ihre Fachkompetenz über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.
      Seit letztem Jahr hat sie auch eine praxis.
    • Aber das ist ja grade für mich die Frage...warum sollte ausgrechnet ein künstlich, industriell gefertigtes Futter gesünder sein, wie ein Naturprodukt?
      Ich als Halter habe doch die Möglichkeit, bei Zusammenstellung der Saaten, die ungesunden Zutaten außen vor zu lassen. So hat der Vogel erst gar nicht die Möglichkeit, sich nur die "Rosinen" raus zu picken. Schmackhafte Körner gibt es dann halt nicht im Erhaltungsfutter, sondern als nicht zeitlich festgelegte "Goodies".

      Was sich bei mir nicht so erschließt , ist wirklich die Zusammensetzung einiger Fertigfutter. Da wird ein Großteil Soyabohne verarbeitet, von der man aber weiß, daß es Kalzium aber auch Oxalate enthält. Beides zusammen ergibt eine Kombination, die wiederum andere Nährstoffe bindet und so eine Aufnahme über den Darm erschwert. Wie ich gelesen habe, hat z.B. der afrikanische Graupapagei sowieso schon einen erhöhten Kalziumbedarf...wie geht dann das mit dem Fertigfutter konform?

      Einige Futtermittel-Anbieter sind ja mittlerweile soweit, daß sie regelmäßige freiwillge Tests über sich ergehen lassen, um speziell Aspergillus fumigatus, Aspergillus flavus, Aspergillus niger Verseuchung ihrer Futtermittel ausschließen zu können.
      Rico´s Futterkiste, der von Dir in einem vorangegangenen Post genannt wurde, scheint so ein Futterhandel zu sein. Er bietet "sauberes" Futtermischungen an, die auch individuell ergänzt werden können HIER

      Diesen Satz finde ich recht interessant: "Viele Papageien haben ihren eigenen Geschmack, spezielle Vorlieben und
      Abneigungen, was das Futterangebot anbetrifft. Bei uns haben Sie die
      Möglichkeit, mit Einzelsaaten zu variieren."

      Ebenso wie diesen:

      "Wir bieten Ihnen verschiedene, qualitativ hochwertige Futtermischungen
      an, die inzwischen von Vogelkliniken, tierärztlichen Universitäten und
      Tierärzten, die sich auf Papageien spezialisiert haben, empfohlen
      werden. Unabhängige Untersuchungen, die unsere Kunden durchführen
      ließen, wurden im Ergebnis einheitlich als hervorragend beurteilt"
      Hätten die Kompetenzstellen eindeutig auf Pelletfütterung verwiesen, wäre sicher dort aus wirtschaftlicher Sicht eine Umstellung auf Klima-Lagerräume nicht erfolgt, sonder auf lagerfreundliche Sackware umgestellt. Das ist allerdings nur eine Vermutung von mir.

      Wie gesagt, ich lese mich da speziell bei der Vogelhaltung erst ein. Sehe da bei der Regenaration vorgeschädigter Individuen auch einige Vorteile. Für das gesunde Tier selbst ergibt sich für mich durch Pelletfütterung keinen Vorteil.
      VG Garry und die Vogelbande