Arten vor dem Aus? 28.08.2016 um 16:30 Uhr

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    • Arten vor dem Aus? 28.08.2016 um 16:30 Uhr

      Arten vor dem Aus? 28.08.2016 um 16:30 Uhr


      Feldhase, Rotmilan und Fledermäuse: Die Bestände schwinden immer schneller. Und dass, obwohl zum Beispiel der Feldhase "Tier des Jahres 2015" war. Versagt die deutsche Naturschutzpolitik?



      Sendezeit


      Sonntag, 28.08.2016 um 16:30 Uhr


      zdf.de/planet-e/heimische-wild…o-zu-retten-44032304.html
    • Ja ja und da erzählen uns Politiker und Medien das die Gifte die heute von der Landwirtschaft benutzt werden besser sind wie vor 30 Jahren.
      Stimmt ja auch, es gibt kaum noch Insekten.
      Ich erinnere mich noch, früher musste man, wenn man in den Urlaub gefahren ist alle 4 bis 500 km die Insekten von der Windschutzscheibe waschen. Heute erinnere ich mich nichtmal an das letzte Insekt auf der Scheibe.
      LG
      Christian aus OWL
    • terraOWL schrieb:


      Ich erinnere mich noch, früher musste man, wenn man in den Urlaub gefahren ist alle 4 bis 500 km die Insekten von der Windschutzscheibe waschen. Heute erinnere ich mich nichtmal an das letzte Insekt auf der Scheibe.

      Oja und wie! Wir sind anfang der 90er von Görlitz über Dresden nachhause gefahren. Wir mussten mehrmals anhalten, weil die Windschutzscheibe DICHT mit Fliegen war.
      An den Autobahntanken war eine Schlange vor den Waschanlagen, sofern vorhanden bzw die Leute haben mit dem Eiskratzer erstmal grob die Fliegen weggespachtelt.
    • Ich weiß ja nicht wie es in euren Gegenden ist. Hier bei uns werden junge Menschen unter 25 noch nie eine Feldlärche am Himmel singen gesehen haben. Zu meiner Jugendzeit stand fast über jedem Acker eine am Himmel im schwirrflug und hat gesungen.
      Und was ist mit den Kibizen ???
      Ach ja und seit ein paar Jahren siedeln sich hier Grünspechte mitten in den Siedlungen an. Sonst lebten die extrem versteckt im Wald.
      Wer weiß schon was da noch auf uns zukommt wenn unsere Gesetze nicht bald geändert werden.
      Gruß
      Christian
      Ps. :ironie: Die Vogelzüchter sind schuld an der Situation. Die fangen die Wildvögel alle weg.
      LG
      Christian aus OWL
    • terraOWL schrieb:

      Ich erinnere mich noch, früher musste man, wenn man in den Urlaub gefahren ist alle 4 bis 500 km die Insekten von der Windschutzscheibe waschen. Heute erinnere ich mich nichtmal an das letzte Insekt auf der Scheibe.
      Stimmt. Wenn man auf der Autobahn war, dann klatschte es früher ja ständig an die Scheibe.
      Hättest du das jetzt nicht geschrieben, wäre mir das gar nicht so aufgefallen... das mach natürlich nachdenklich.
      :gemalte: :dornastrild: Liebe Grüße Sternchen :ringelastrild: :gouldamadine:
      "Audiatur et altera Pars"
    • Hättest du das jetzt nicht geschrieben, wäre mir das gar nicht so aufgefallen... das mach natürlich nachdenklich

      Das ganze ist ja auch schleichend gekommen so das es kaum jemandem auffällt.
      Schlimm ist halt nur das man uns Bürger auch noch belügt indem man uns weiß machen möchte das die Pestizide heute überhaupt nicht gesundheitsgefährdend und schonend zur Umwelt sein sollen.
      Die vergiften uns und wir merken das nicht mal.
      Gruß
      Christian
      Ps. Erst wenn alles vergiftet ist merken wir das man Geld nicht essen kann.
      LG
      Christian aus OWL
    • Hallo,
      Am Artensterben sind nicht nur die Pestizide schuld. Monokulturen haben genau so großen Anteil. Bei uns sieht man in manchen Jahren fast nur Maisfelder für die Biogasanlagen. Oder ein Jahr später dann Rapsfelder......
      Da sind aber die Landwirte sicherlich nicht alleine dran Schuld. Das sind Unternehmer wie jeder Handwerksbetrieb auch, die müssen effizient arbeiten um zu überleben. Den Bauern die alleinige Schuld zu geben ist zu kurz gedacht, finde ich.
      Christian hat da schon recht: die Gesetzgebung ist zum großen Teil schuld daran. Und die Großkonzerne (Monsanto, Bayer usw.) natürlich auch. Aber letztendlich hat die Gesellschaft, also wir selber, wohl den größten Anteil daran. Die können nur das verkaufen was wir kaufen.
      Milane sah man hier früher fast keine. Bussarde und Habichte viel mehr. Seit die Milane so streng geschützt sind fliegen jetzt viele hier herum, dafür fast keine Bussarde und Habichte mehr. Ein kleines "Naturparadies" ist an unserem Vereinsgelände vom Bogenschießen. Ist im Neckartal, etwas auswärts. Eisvögel, Wasseramseln, Distelfinken, Rotkehlchen, Zaunkönige, verschiedene Eulen und Spechtarten, Fledermäuse, Feuersalamander, Ringelnatter, alles schon dort gesehen. Drum herum gibt es nur Kuhweiden, wo garantiert nicht gespritzt wird. Dort hole ich auch oft Gräser für meine Vögel.
      schöne Grüße,
      Alfred
    • Ich war am Wochenende an einem Baggersee hier in der nähe, ringsum mit gutem Baumbestand aber nach etwa 50 Meter vom Ufer beginnen die Felder.
      Einen Moment lang dachte ich "was für eine himmlische Ruhe". Bis mir aufgefallen ist das man außer Teichhühnern keinen Vogel gehört hat. Keinen einzigen. Diese Entwicklung beobachte ich jetzt schon seit längerem. Nicht direkt hier in den Siedlungen sondern außerhalb. An Waldrändern Flussufer und so weiter.
      Eine Entwicklung die mir angst macht denn unsere Regierung scheint das nicht zu bemerken oder es ist wirklich nur regional hier in dieser Gegend so.
      LG
      Christian aus OWL
    • Es tut mir leid es zu sagen.
      Aber chapper ist hier leider der einzige der eine vernünftige Meinung vertreten hat

      Wer es noch nicht weiß ich bin Landwirt ich habe Landwirtschaft studiert und mit Erfolg abgeschlossen (bin nun in der berufsfeuerwehr tätig, das ist aber was anderes)
      Aber zu dem Thema nochmal.....
      Bitte zügelt diese Worte gegen über der Landwirtschaft, und lasst euch nichts von den Medien erzählen es ist zu 90% erstunken und gelogen und "nichtswissende" glauben das auch noch.

      Noch was am Rande.
      Es gibt nur ein einziges Mittel zur Zeit was man als "Pestizid" bezeichnet das andere sind einfach nur Spritzmittel gegen (fungi, insekti, etc)
      Oder könnt ihr mir erzählen wie man eine "Pest" tot spritzen kann?
      Bitte nur die Worte benutzen die man auch selber definieren und erklären kann.

      Es ist kein Vorwurf gegen euch.
      Aber da ich es nun selber studiert und gelernt habe tut es mir immer sehr weh sowas zu lesen.

      LG Nico
    • @Nico
      Du schreibst das chapper der einzige ist der eine vernünftige Meinung vertritt.
      Jetzt bin ich aber beleidigt, ich hab doch nirgends etwas gegen Landwirte geschrieben. Im gegenteil kannst du in meiner ersten Antwort lesen das ich die Politiker und die Medien beschuldigt habe uns Bürger etwas vorzulügen.
      Den einzigen Fehler den du mir vorwerfen kannst ist das ich das Wort "Pestizide" Allgemein für alle Spritzmittel verwendet hab. Das mag daran liegen das ich nicht studiert habe! Aber im Grunde ist es mir auch egal ob es Pestizide, Fungizide oder Insektizide heißt.
      Gift ist Gift und Wikipedia definiert das übrigens so.

      Die Pestizide können nach ihren Zielorganismen weiter unterteilt werden:

      Bakterizide gegen Bakterien
      Fungizide gegen Pilze, bzw.Pilzkrankheiten
      Akarizide gegen Milben
      Ovizide gegen Eier von Milben
      Insektizide gegen Insekten
      Ovizide gegen Eier von Insekten
      Molluskizide gegen Schnecken
      Nematizide gegen Fadenwürmer(Nematoden)
      Rodentizide gegen Nagetiere
      Avizide gegen Vögel
      Herbizide gegen Pflanzen
      Algizide gegen Algen
      Graminizide gegen Gräser
      Arborizide gegen Gehölze

      Gruß
      Christian
      Ps. Nochmal möchte ich betonen das kein Landwirt als Einzelpersonen schuld ist da er ja mitmachen muss wenn er überleben will. Schuld sind die Gesetze.
      LG
      Christian aus OWL
    • ohje Ohje.
      Sowas kommt von sowas.
      Es tut mir leid das ich mir nicht alles durch gelesen habe. Ich habe das Thema nur überflogen aber da sieht man ja was da wieder passiert. :?:

      Ja aber wenn ich mal was aufsetze und es bei Wikipedia reinstelle kann es jeder nach lesen.

      Sei mal ganz ganz logisch.
      Also ich will es mal an einem Beispiel erklären.

      Fungi = Pilz
      Also sind fungizide = Spritzmittel gegen Pilz befall.

      Und so mit gibt es diese für Insekten Bakterien Mäuse und und und und
    • Hallo,
      ich habe gerade erst diesen Thead gelesen. Das mit den Insekten auf der Windschutzscheibe war auch mir nicht bewusst. Aber es stimmt absolut!
      Was kaum jemand weiss, ist dass Hersteller von "Pflanzenschutz"mitteln jeglicher Art, damit diese zugelassen werden und auf die Äcker etc. ausgebracht werden können, diverse Studien erstellen müssen. Unter anderem geht es um den Abbau der Rückstände des jeweiligen Mittels im Boden, in den Kulturpflanzen und natürlich in den Tieren.
      Nun wird also dieses Mittel getestet. Aber allein. Alle die anderen Pflanzenschutzmittel werden nicht mit einbezogen. Es wird nicht auf eine mögliche Wechselwirkung oder eine Anreicherung durch verschiedene Mittel untersucht. Weil dies in der Praxis ja auch gar nicht durchführbar ist, denn der Landwirt verwendet natürlich je nach Bedarf weitere Mittel.
      Es gibt also keinerlei Informationen, wie sich die Rückstände mehrerer Mittel gemeinsam auswirken...

      Ein weiteres riesiges Problem ist das Biogas. Hier werden die Wiesen zu einem sehr frühen Zeitpunkt gemäht, zu dem die Bodenbrüter ihre Jungen noch nicht aufgezogen haben.
      Davon abgesehen wurde bis zum letzten Jahr der Abfall (Tschuldigung, natürlich Dünger) auf den Wiesen ausgebracht. Kein Mensch weiss, welche Bakterienkulturen da noch auf Mensch und Tier zukommen, da das Biogas-Substrat nur bis maximal 75 Grad erhitzt wird. Dieser Dünger darf inzwischen nur noch auf die Äcker ausgebracht werden...

      Übrigens nochmal zu den Pflanzenschutzmitteln ein nettes Beispiel:
      für die Erdbeerplantagen wird kein Stroh verwendet, das mit dem Halmverkürzer Cycocel behandelt wurde, da dann die Erdbeeren klein bleiben....
      Die Halmverkürzer werden aber auf das Getreide aufgebracht, lange vor der Ernte. Trotz einer kurzen Halbwertszeit (die Anzahl von Tagen, die es dauert, bis 50% des Mittels abgebaut ist) scheint es doch Rückstände zu geben, die sich im Stroh nach der Ernte bis zum nächsten Frühjahr (bis die Erdbeeren wachsen) halten....

      Gruss,
      Ilka