Zuchtbericht Goldbrüstchen II

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    • Zuchtbericht Goldbrüstchen II

      Zuchtbericht Goldbrüstchen II



      Goldbrüstchen II (Amandava subflava clarkei)

      Die Goldbrüstchen gehören mit einer Länge von 8,5 - 10 cm und einer Körpermasse von 4 - 10,9 g (clarkei 4 - 7,1 und subflava 5,2 - 10,9 g) zu den kleinsten afrikanischen Prachtfinken.

      Unterarten: Goldbrüstchen sind 3 anerkannt:

      Amandava subflava subflava
      Amandava subflava clarkei
      Amandava subflava niethammeri

      Amandava subflava niethammeri ist die Unterart, die sehr selten eingeführt wurde bzw. wird.
      Farblich wie Amandava subflava subflava aber ohne orangefarbenen Fleck in der Kropfmitte, Unterseite satt zitronengelb bis goldgelb.

      >>>> Die Weibchen aller Unterarten sind kaum unterscheidbar!

      Dies soll nur eine grobe farblicher Beschreibung dieser Vögel sein, alles weitere bitte aus der Fachliteratur (s. u.) entnehmen.


      Zuchtbericht:

      Kastenkäfig Maße: B 152 x H 55 x T 50 cm.

      Mitbewohner:

      Blaukopfastrild I (Uraeginthus cyanocephalus), 1. Ei 10.11.,
      Dunkelamarant (Lagonosticta rubricata rubricata).

      Ausstattung:

      Ausgestattet mit Buchenzweige und Äste von Scheinzypressen und Smaragd-Lebensbaum sowie Nester: 2 halboffener Kasten, 2 Kaisernest, 2 geflochtene Körbchen und 1 Drahtnest (Kaisernest).

      Ausgesucht wurde halboffener Kasten sehr schnell das Nest gebaut und am 08.11. hat das Weibchen das 1. Ei gelegt und es folgten noch 4 weitere. Von beiden wurde abwechselnd gebrütet, nachts waren beide im Nest.

      Es ist die erste Brut des Paares.

      Ab dem 21.11. kleine Mehlwürmer und zusätzlich als Keimfutter Manna-, Senegalhirse, Knäulgras und etwas Eifutter gereicht.

      Am 23.11. das 1. junge entdeckt. Diesmal waren keine Jungvögel von der vorherigen Brut mit in dem Käfig, mal sehen wie es mit dieser Aufzucht klappt, ohne "Unterstützung durch Jungvögel".
      Das Futter habe ich (wie bei clarkei I) etwas umgestellt, es wurde mehr Kolbenhirse rot, und die Einzelsaaten (s. Keimfutter) zu dem Astrilden-Spezial (von Fa. Blattner) und mehr Knäulgras gegeben.

      Außerdem wird bei mir folgendes an mineralischen Futter angeboten: Buffalos (nicht zu viel!! davon anbieten, kann zu Verdauungsstörungen führen), kleine weiße Mehlwürmer. Keimfutter (von viele kleine Hirsearten), Ei- und Weichfutter usw. beide Elternteil füttern.

      Die ersten Bilder von den 3 jungen wurden im Alter von 4, die zweite Serie im Alter von 7 und 11 Tagen gemacht, s. Bilder.

      Die nächsten Bilder folgen in unregelmäßigem Abstand, die Berichte über die Zucht der Blaukopfastrilden und Blauastrilden folgen.



      Quellenangaben: Prachtfinken Afrika, Jürgen Nicolai (Hrsg), Joachim Steinbacher (Hrsg), Renate van den Elzen, Gerhard Hofmann, Claudia Mettke-Hofmann: „Prachtfinken - Afrika", Serie Handbuch der Vogelpflege, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8001-4964-3.

      Bildmaterial: bengalus
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      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:

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    • Glückwunsch zum Erfolg, drücke die Daumen das alles klappt. Sind deine Goldbrüchsten eigentlich Wf oder NZ, wenn ich fragen darf ? MIt welcher Ringröße berings du deine Vögel 2,0 mm ? Hab ja selber die erfahrung gemacht das 1,8 mm ja besser sind, für die kleinen nur leider kriegt man die ja nicht mehr bei der AZ.
      Lebe im hier und jetzt, du lebst nur einmal !!!
    • Hallo Bengalus,
      ich habe schon erwähnt, dass ich früher Astrilden gehalten habe, ohne Zuchterfolge zu erzielen. Da ich zukünftig die Sache besser machen will , möchte ich Dir eine Frage stellen, die mir noch keiner so richtig beantworten konnte.
      Du sprichst von Mitbewohnern.
      Wie dosierst Du die Buffaloes, wenn die Mitbewohner doch mitfressen. Ich hatte schon mal Blaukopfastrilden, die haben an Lebendfutter alles weggefressen,was da war. Sie waren aufgrund ihrer "Grösse" oder aufgrund ihres "Durchsetzungsvermögens" einfach schneller als der Rest.
      Hast Du eine besondere Vorgehensweise bei der Darreichung oder hatte ich mit meinem Paar einfach nur Pech?
      Ein erfolgreicher Züchter aus meinem Freundeskreis hat mir mal erzählt: 10 frischgehäutete pro Paar und Tag ab dem Schlupf; anschließend langsam steigern. Und das bei mehreren Paaren mit unterschiedlichen Schlupfdaten!

      Gruß Werner
    • Hallo coco,
      danke fürs Daumendrücken.
      Alle meine Goldbrüstchen (clarkei und subflava) sind NZ. Habe früher nur mit Wf. gezüchtet. Es gibt da keinen Unterschied, das Einzige sind bei den Wf. die doch besseren und klaren Farben, es ist nicht so ein wischiwaschi (im Übergang) wie man sie bei einigenVögel auf den Börsen finden kann.

      Mit den Ringgrößen kann ich nicht viel sagen, weil ich keine Ringe mehr verwende.
      Als ich vor Jahren meine australischen Prachtfinken verkauft habe, bin ich wieder bei meinen Anfängen, den afrikanischen Prachtfinken gelandet. Der erste Zuchtversuch waren 3 Paar Wf. Wellenastrilden, ich habe die Ringe bei den 6 jungen Wellen aufgezogen und später bemerkt, das die Eltern nicht mehr gefüttert haben. Ich hatte also die ersten 6 toten Wellenastrilden.
      Da ich versuche Vögel zu züchten und keine Ringe, ist bei mir dies Thema abgeschlossen.
      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:
    • Hallo Werner1,
      die animalisch Kost kann man bei den unterschiedlichen Mitbewohnern nicht dosieren, in meinem Fall hatte ich diesmal Glück, das beide Blaukopfastrild und Goldbrüstchen gleichzeitig Junge hatten, s. Foto. Was das Freßverhalten der Uraeginthus - Familie angeht, ist es so wie du schon geschrieben hast, "die haben an Lebendfutter alles weggefressen,was da war".
      Das "Problem" habe ich im Sommer auch in der Gartenvoliere, aber da gibt es genug Fliegen, Käfer, Blattläuse uws. Aber in der freien Natur ist es doch ähnlich geregelt.
      Von den Stückzahlen halte ich nicht, denn wie heißt es: ... nur so viel wie nötig.
      Ich füttere 4 - 5 mal am Tag (je nach Anzahhl der Jungvögel). Zu wenig animalische Kost bekommen doch unsere Vögel sowie so nicht, meiner Meinung nach wird hier zuviel Lebenfutter gereicht!
      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:
    • Hallo Bengalus

      Also geht bei dir eher der Vogel vor als der Ring. Find ich eine gute einstellung. Nur ist es manchmal doch gut wenn man die Vögel beringt hat. Einfach ja schon um Sie zu Unterscheiden, welcher jungvogel von wem ist. Besonders wenn du beide Unterarten hast wird es ja bei denn Hennen nicht so einfach. Was ich bei meine mache wenn Sie keine Ringe haben ist das ich Sie mit offenen Ringen nachberinge. Klappt ganz gut und ich kann auch mal alle in eine Box setzen und weis wer zu wem gehört.
      Wie machst du das mit dem zuweisen der jungtiere ?
      Lebe im hier und jetzt, du lebst nur einmal !!!
    • Hallo Bengalus,
      danke für Deine Antwort.
      Ich glaube ich habe mein Hauptproblem schon länger im Kopf und Du hast es mir wieder bestätigt; Ich gehe um 6:00 Uhr aus dem Haus und komme oft erst um 18:00 Uhr zurück!
      Und schon denke ich wieder an eine Idee zurück, die ich leider noch nicht getestet habe.
      Ein Futterautomat für Aquarienfische !!!
      Hat schon mal jemand damit Erfahrung gesammelt?

      Gruß Werner

      PS.: Habe ganz vergessen, bzw. coco hat mich überholt; auch ich habe schon Probleme mit der Beringung gehabt und habe darauf verzichtet. Wer das Alter nicht glaubt, miss ja nicht unbedingt meine Vögel haben - und offene Plastikringe gepaart mit einer ordentlichen Buchführung genügen eigentlich.
    • Hallo Werner

      Ich hab da noch nen kleinen Tipp für dich bezüglich Lebendfutter. Was auch sehr gut klappt immer sind Obstfliegen, verständlich die ohne flügel. Die stellst du in der Dose wo Sie drin gewachsen sind rein, machst oben ein kleines Loch rein wo du einen Strohhalm rein steckst. Jetzt können nach und nach ie Fliegen raus krabbeln und deine Vögel können sich ihr essen selber fangen und es hält auch eine ganze Zeit. Auch wenn du mehrere Paare hast, kann sich jeder holen was er braucht.

      Zu denn Ringen muss ich dir recht geben. Bei denn Goldbrüchsten hast du nur das Problem du kriegst keine Farbringe in der Größe leider. Drum bin ich auf offene Alu Ringe mit meinem Zeichen und der Jahreszahl um gestiegen.

      Gruß

      Stefan
      Lebe im hier und jetzt, du lebst nur einmal !!!
    • Hallo Werner1 und Coco,

      wir ist noch folgendes zu unserem Thema eingefallen:
      Bei meinen Goldbrüstchen clarkei I wurde ein - zwei Tage bevor sie ausgeflogen sind nicht mehr so viel Mehlwürmer bzw. Lebendfutter an die Jungvögel weitergegeben.
      Habt Ihr solche Beobachtungen auch schon festgestellt?
      Neue Bilder von clarkei I folgen. Komme gar nicht mehr mit den Bildern hinterher, denn ich will die Zucht bei allen anderen nicht so oft stören.

      Was die Ringe betrifft, zur Unterscheidung, welcher Jungvogel von wem ist, habe ich farblich unterschiedlich kleine offene Metallringe.
      Alle meine kleinen anderen Afrikaner bekommen, wenn die Paarfindung geklärt ist farbige offene Kunststoffringe D 2,3 mm (siehe Bilder).
      Auch irgendeiner Vögelbörse (kann auch NLn gewesen sein), weiß leider nicht mehr wo habe die gefunden, als Markierung auf diesem 10er Strang steht nur SP1.
      Vielleicht kennt jemand von Euch diese Bezeichnung.
      Dateien
      :grüner tropfen: Viele Grüße von bengalus :gelbbauch: :blaukopf:
    • Hallo bengalus,
      endlich gibt mir jemand Recht. Ich habe in den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts die Erfahrung weitergegeben, dass meine Maskengimpel am Tag des Ausflugs der Jungvögel die Fütterung mit Mehlwürmern (selbstgezüchtet, wohlernährt und mit Vitacombex und Korvimin behandelt) eingestellt haben. Mein Paar hat zuvor für 4 Jungvögel bis zu 100 Mehlwürmer pro Tag, langsam gesteigert bis zum Ausflug, gefüttert (ich habe damals tatsächlich gezählt) und bei jeder folgenden Brut ist das gleiche passiert - keiner wollte das glauben. Ab sofort gab es nur noch Wildsämereien en Gros, d.h. ich hatte damals umständehalber (Arbeitssuchend) die Zeit, täglich Unmengen an Wildstauden vom Acker in die Voliere zu holen. Also eine Fortpflanzung unter nahezu natürlichen Bedingungen.
      Es waren Wildfänge (keine Prachtfinken, aber, wie sagt man so schön:"ein Gimpel ist auch nur ein Mensch").
      Ich denke, dass es damals so war, dass die beiden Vögel als Wildfänge noch sehr instinktsicher waren. Außerdem hat die naturnahe Ernährung den Vögeln die Möglichkeit geboten, ihre Instinkte auszuleben.
      Hier wieder die Verknüpfung zu einer Veröffentlichung, die ich vor kurzem hier gelesen habe (Entschuldigung, wenn ich nicht gleich weiß, wer das war). Da wurde doch geschrieben, dass die Jungvögel dabei bleiben, die nächste Brut erleben und "lernen"(Nachtrag; ich habe nachgelesen - es war bengalus). Instinkte sind durch Lernprozesse ausbaufähig (das hat schon Konrad Lorenz gewusst)! Darum, ganz hervorragen gemacht (hängt natürlich auch von den Möglichkeiten ab: Käfiggröße, entsprechende Elterntiere, Zeit und vor allem auch Glück, das wir immer brauchen).

      Eine kurze Bemerkung zu den Ringen: Ich kenne diese Ringe nicht, habe aber grundsätzlich vor offenen Metallringen gehörigen Respekt, da ich schon gesehen habe, wie sich Kokosfasern an der "offenen" Stelle eingeklemmt haben (wenn die Kokosfaser zu einem Nest gehört, fest verwebt, kommt man schlecht wieder weg). Einfach Pech gehabt; passieren kann immer was.

      Noch kurz zu coco wegen der Drosophila. Die Zucht der stummelflügeligen Mutation ist mir bekannt; ich habe als Substrat ein fertiges Gemisch von der Fa. Palmowski benutzt, das macht die Zucht im Haus auch für die Mitbewohner etwas erträglicher (aber da hat jeder sein eigenes Rezept; Erfolg gibt Recht).
      In der Freivoliere, allerdings im überdachten Bereich, habe ich eine andere Variante gewählt.
      Ein Eimer (ca. 5 l ) mit einer Schicht von ca. 10 cm Buchenholzgranulat und darauf eine überreife Ananas (riecht besser als Apfel) von Lidl etc..
      Auf den Eimer ein Drahtgeflecht, 11*11 mm, über den Rand umgebogen und dann dünne Äste durch das Drahtgeflecht.
      Bei jedem Anflug, selbst kleinster Vögel bewegen sich einige Dros. nach oben, wen man die Voliere betritt genügt auch ein kleiner Schubs an den Eimer.
      Selbst Grauedelsänger, die normalerweise nur trockene Körner fressen, haben sich im Rüttelflug die eine oder andere Fliege geholt.
      Auch das ist nicht auf meinem Mist gewachsen; ich habe das sowohl in der Gef. Welt gelesen und bei diversen anderen Züchtern gesehen. Ausprobieren lohnt sich.

      Gruß Werner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Werner1 ()

    • Hallo Männer :)

      Das mit dem Lebendfutter,das die Goldbrüchsten weniger geben kurz vor dem ausflug kann ich nur bestätigen.
      Die 2,3mm Ringe sind gut, nur leider kenne ich diese nicht. Hast fu betimmt in denn Niederlanden geholt. Ich muss doch mal schauen wenn ich nächste Jahr wieder drüben bin ob ich nicht kleine Ringe finde.

      @werner
      Denn Tipp mit dem Eimer in der Voliere kannte ich schon :) aber danke.
      Lebe im hier und jetzt, du lebst nur einmal !!!
    • hallo.
      Ja auch ich kann diese Beobachtung nur bestätigen ich habe nun mehrere erfolgreiche züchten von goldbrüstchen gehabt und ja auch bei mir war es so das zum Schluss gar keine mehr aufgenommen wurden.

      Ich habe offene metalringe. Ich bestell diese immer bei Hans Herr GmbH. Diese sind 2,0 mm groß und ich bin sehr zufrieden. Da ich nicht geschlossen beringe. Ich bin kein Freund davon. Aber das entscheidet ja jeder selbst.
      Auch auf meine ringe steht dann eine Nummer, Größe, Seriennummer und das Jahr drauf.

      LG nico