Gouldamadine: Nachzuchten färben nicht richtig durch

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    • Gouldamadine: Nachzuchten färben nicht richtig durch

      Hallo liebe Forumsfreunde,

      meine im Hobby nachgezüchteten Gouldamadinen färben sich nicht richtig durch. Das bedeutet, die Tiere, die jetzt schon älter als ein halbes Jahr sind und ihren ersten Gefiederwechsel hinter sich haben, müssten eigentlich den Elternvögeln immer ähnlicher werden. Tun sie aber nicht. Die schwarzen Köpfe sind grau (schwarz umrandet). das Gefieder ist auch nicht klar abgesetzt, wie sonst üblich. Die Eltern sind beide blau mit schwarzen Köpfen.
      Liegt es an der Ernährung, dem Licht oder sind es Krankheiten?

      Haltungsbedingungen: Große Innenraum-Voliere mit 12 Tieren und etwa 2 qm Grundfläche. Genug Platz zum Fliegen haben sie auch. Temperatur ganzjährig bei 19 Grad, Luftfeuchte zwischen 50 und 60 %. Im gleichen Innenraum (aber nicht in der gleichen Voliere) befinden sich noch 5 Agaporniden und 2 Graupapageien.

      Für ein paar Hinweise, woran es liegen könnte, wäre ich sehr dankbar.
      Viele Grüße
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    • Hallo mikebirth,

      willkommen im Forum. Die blauen Gouldamadinen sind ein spezieller Farbschlag, mit dem es bei der Zucht viele Probleme geben kann. Deshalb werden diese Goulds eigentlich nicht über blau x blau gezogen. Ein Elternteil sollte immer wildfarben sein, um stabile gesunde Jungtiere rauszubekommen.
      Bei blau x blau kann es sogar passieren das Dir die Jungvögel nach oder während der ersten Mauser von der Stange kippen. Oder man hat es mit schwächelnden kränklichen Vögeln zu tun.
      Es gibt die Vermutung, das die Blaureihe unter anderem Vitamin A nicht so gut bilden bzw. aufnehmen kann. Das fehlt dem Körper dann für wichtige Funktionen.
      Meine Empfehlung wäre, es erst mal mit Suplementierung mit einem speziellen Vitamin- und Mineralienpräparat zu versuchen. Um die Vögel etwas zu stärken. Nimm dafür aber was hochwertiges, normale Vitaminpräparate bringen nicht viel.
      Ich verwende immer Korvimin, da sind auch wichtige Aminosäuren enthalten, die Vögel für die Federbildung brauchen. Am Anfang so zwei mal die Woche hauchfein übers Futter streuen oder den Grit (falls der gefressen wird) Auf Dauer nur noch einmal die Woche.

      :guck:
      tierarzt24.de/tierarzt24-korvi…gm1wkLhyh9xcaAk9PEALw_wcB

      Wenn die Federbildung schon abgeschlossen ist, wird das Federkleid erst mal so bleiben. Mit etwas Glück und Unterstützung färben die Vögel bei der nächsten Mauser richtig durch.

      Ich hoffe es kann noch jemand Anderes ein paar Tipps geben.

      .
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:
    • Hallo @mikebirth,

      also den Bildern nach würde ich fast behaupten, dass die Vögel durchgefärbt sind. Die helle Färbung des Kopfes ist die Kopffarbe. Bei blauen Goulds ist das immer schwer zu sagen, ob es ein roter oder ein gelber Kopf ist. Auch wenn die Elterntiere schwarzköpfig sind, können sie genauso auch die Gene für Gelbkopf oder Rotkopf in sich tragen. Solche Überraschungen hatte ich bei meinen wildfarbenen Goulds auch schon: Beide Elterntiere schwarzköpfig, die Jungtiere rot und gelbköpfig. :lachen:

      Was das Rückengefieder anbelangt, würde ich mir keine Sorgen machen. Auch bei meinen blauen Goulds ist es nicht perfekt. Bei den Vögeln ist es ja auch so, dass die Federn nicht komplett blau sind, sondern nur der äußere Rand. Vielleicht liegt das Gefieder auch nicht richtig. Manchmal dauert es einfach bis die Jungvögel richtig durchgefärbt sind.
      Grundsätzlich würde ich mir erstmal keine Sorgen machen.

      Ich würde sagen: Bild 1 und 3 sind Hennen. Die sind ohnehin nicht so stark von der Farbe her. Bild 2 ist wahrscheinlich ein Hahn.

      Ich hoffe übrigens, dass du nicht 2 blaue Goulds miteinander verpaart hast. Das sollte man nämlich nicht tun.
      Grundsätzlich würde ich dir empfehlen, die Goulds bei der Zucht zu separieren. Die Tiere können mitunter ziemlich giftig zueinander sein oder sich gegenseitig stressen. Das kann mitunter auch bei Jungvögeln und Alttieren zu einer Stockmauser führen.

      Was ich dir noch als Tipp geben würde, weil ich das gerade sehe: Biete deinen Vögeln lieber unterschiedliche Äste als Sitzgelegenheiten an. Die Hartholzstangen sind auf Dauer nicht gut für die Vögel. Und gerade Jungvögel lieben es, wenn sie an frischen Ästen knabbern können und es trainiert vor allem die Füße beim Festhalten. Wenn du zusätzlich dicke Korkäste aufhängst oder Sitzbrettchen anbietest, dann haben die Vögel auch mal einen Ort, um zu rasten. Sie lieben es auch am Kork zu knabbern.

      Was die Ernährung anbelangt, so kann ich nicht viel zu sagen, weil du nichts dazu geschrieben hast.
      Wie beleuchtest du deine Vögel? Fütterst du zusätzlich Vitamin D3?

      LG Jenny
      :gouldamadine: :zf: :binsen2: :forbes: :jap.mövchen:
    • Hallo ihr beiden,

      vielen Dank für eure schnellen Antworten und die erste Einschätzung.
      Die Eltern sind tatsächlich beide aus der blauen Linie, also vermute ich auch, dass es genetische Probleme gegeben hat.
      Da ich aber die Vögel zur Zucht nicht separiert habe, erfolgte die Partnersuche sozusagen spontan. Ich will das auch gar nicht so streng handhaben, es soll schon noch ein Hobby sein und mich interessiert vor allem der Spaß an und mit den Tieren.

      Das Problem mit dem Vitaminmangel nehme ich natürlich in Angriff. Bisher bekommen sie B-Präparate und einen Mineralkomplex, außerdem Kalzium und Grit.
      Das Futter ist von Blattner und heißt Amadinen-Zucht-Spezial. Das fressen die sehr gern. Die Babies bekommen Eifutter. Vogelmiere und / oder Salat gibt es jeden Tag.

      Zu den Sitzstangen: Ich habe Weidenäste in der Voliere, zusätzlich zu den 3 Stangen, die mit den Volieren geliefert wurden. Trotzdem sitzen sie gern auf den Hartholzstangen.

      Also nochmals vielen Dank! Wenn ihr weitere Ideen habt, wäre ich sehr interessiert daran!
      Viele Grüße
      mikebirth
    • Hallo auch wenn sich bei dir die Paare selber finden können solltest du darauf achten das sich nicht blau x blau verpaart du willst ja bestimmt gesunde Jungvögel aufwachsen sehen wenn es trotzdem zu einem Gelege kommt würde ich die Eier unfruchtbar machen damit keine Jungvögel schlüpfen. Gruß Rainer
    • Hi amigomaus, da werde ich drauf achten in der Zukunft. :thumbsup:

      Noch eine Frage: Wann wäre denn der richtige Zeitpunkt, um ein Brutpaar von den anderen zu trennen? Ich will ja eigentlich nicht, dass die beiden Elterntiere über einen längeren Zeitraum in beengten Verhältnissen (kleinere Voliere) leben müssen. Mache ich das erst, wenn schon ein Ei im Nest liegt, also praktisch die gesamte Bruthöhle in die neue Voliere überführen? Oder wie wäre es richtig?

      Liebe Grüße
      mikebirth
    • Nein, man nimmt sich ein Zuchtpaar raus aus der Voliere, von dem man gern Nachwuchs hätte, bevor die Brutzeit losgeht. Dann bereitet man das Pärchen entspannt auf die Brut vor und bietet dann den Nistkasten an, wenn die Tiere entspannt genug sind in der neuen Umgebung und deutliches Interesse aneinander und an einer Brut ist.

      Ein Umzug in einen neuen Käfig bedeutet für die Tiere immer Stress. Sie würden das angefangene Gelege nicht mehr annehmen und die Henne könnte durch den Stress sogar im schlimmsten Fall eine Legenot bekommen.
      :gouldamadine: :zf: :binsen2: :forbes: :jap.mövchen: