Mövchen mit trüber Pupille

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    • Mövchen mit trüber Pupille

      Hallo miteinander, :huhu:

      Ich habe gestern beim Vorbeigehen an der Mövchen-Voliere durch Zufall eine weißlich-graue Trübung in der Pupille meines weißen Mövchens "Oschkar" entdeckt. Einige Tage zuvor hatte ich mich bereits gewundert, dass er den Weg aus der Transportkiste nicht gefunden hat (ich hatte sie gefangen, um ihnen den Stress zu ersparen, wenn ich mein Wohnzimmer umbaue). Allerdings hatte ich mir da noch nichts dabei gedacht. Die Trübung habe ich bisher noch nie entdeckt und scheint neu zu sein. Er wirkt auch deutlich ruhiger, als normal. :( Er ist sonst immer sehr aufgeweckt und beispielsweise einer der ersten, wenn es neues Nistmaterial gibt. Jetzt jedoch scheint er es gar nicht wahrzunehmen. :(

      Nun mache ich mir Sorgen, dass der kleine Kerl bald völlig erblindet. Ich habe bereits einen Termin bei meiner Tierärztin gemacht, da ich wissen möchte, ob er wirklich nur auf einem Auge nichts sieht oder auf beiden.
      Ich weiß, dass dieses Problem bei weißen Mövchen sehr häufig auftritt. Ich hatte allerdings gedacht, dass dies eher eine Alterserscheinung ist. :hmm: :?: Oschkar ist allerdings erst 2 Jahre alt, was für Mövchen ja eigentlich noch sehr jung ist. :?:
      Kommt solch eine Blindheit nicht eigentlich schleichend? Ich sehe mir meine Vögel fast täglich genauer an und gerade Oschkar ist immer sehr dicht an mir dran. Die Trübung ist mir nie aufgefallen. :(

      Da ist erst vor einigen Tagen die Voliere und das komplette Zimmer umgestaltet habe, habe ich nun die Befürchtung, dass er damit so gar nicht zurecht kommt. Er sitzt jetzt häufig immer nur in einer Ecke der Voliere und bewegt sich kaum bis gar nicht von dort weg.

      Habt ihr Tipps für mich, was ich tun kann, um ihm diese Problematik etwas einfacher zu gestalten? Worauf sollte ich im Umgang mit ihm achten und ist da vielleicht noch etwas zu retten?

      Ich habe da mal ein Foto vom Auge beigefügt.
      Files


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Hallo das mit der Erblindung von weißen Mövchen weißt du ja schon das die Voliere umgestaltet wurde ist natürlich schlecht , prinzipiell würde ich sie zu zweit in eine nicht zu große Behausung setzen und die Deko nicht mehr verändern den Besuch beim Tierarzt kannste dir schenken bedeutet nur unnötig Stress eine vollständige Erblindung dürfte nicht zu vermeiden sein. Gruß Rainer
    • Es ist praktisch unmöglich, ihn mit einem anderen Vogel zu separieren. Der Clan hängt irgendwie ziemlich aneinander und jeder sitzt mal mit ihm zusammen (sind alles Hähne). Einen richtig festen Kumpel hat er leider nicht. :(

      Er scheint sich in der Voliere schon zurecht zu finden. Die anderen animieren ihn immer und das scheint gut zu funktionieren. :hmm:

      Aber kommt solch eine Blindheit wirklich so rasch? Ich dachte, dass das eher ein schleichender Prozess ist. :?:

      Zum Tierarzt will ich nur, um zu erfahren, ob er vielleicht doch schon komplett erblindet ist bzw. schon sehr schlecht auf dem 2. Auge sieht. Ich habe das Gefühl, dass er nur sehr starke, farbliche Kontraste wahrnimmt (also schwarz auf weiß, braun auf hellgrün), weil er den Futternapf auf dem Boden anscheinend nicht so recht zu erkennen scheint, der auch braun ist (also Tonnapf auf grünem Papier funktioniert, aber Tonnapf auf Buchenholzgranulat funktioniert nicht). Ich habe nun einen Futternapf an das Gitter gehangen, wo er auch sofort hingeflattert ist. :hmm:


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Schoko'finches wrote:

      Zum Tierarzt will ich nur, um zu erfahren, ob er vielleicht doch schon komplett erblindet ist bzw. schon sehr schlecht auf dem 2. Auge sieht
      Na ja, aber was ist dann die Konsequenz. Ich denke solange der Vogel auf einem Auge sieht, wird er gut zurecht kommen. Geht halt alles etwas langsamer. Die momentane Zurückhaltung resultiert demnach auf der zunehmenden Erblindung. Separieren würde ich nicht, auch nicht mit einem Kumpel. Solange er zu Fressen und Trinken findet, geht das auch im geräumigen Käfig.
    • Okay, also sage den Termin beim Tierarzt wieder ab. :thumbsup:
      Die Voliere werde ich dann wohl besser nicht mehr umbauen.

      Ich habe zwar einen jungen Goulds-Hahn, der auch nur auf einem Auge sehen kann. Aber vielleicht wird dieser Mövchenhahn tatsächlich langsam so richtig blind und ist deshalb so zaghaft. :weiss nicht: Ich hoffe jedenfalls, dass der kleine Kerl sich noch lange in der Voliere zurechtfinden wird.

      Was ist bei blinden Vögeln eigentlich besser? Futter auf dem Boden oder hängend am Gitter? Gibt es da eine Faustregel? Oder gibt es die nicht?


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Hallo Jenny,

      Bindheit kann verschiedene Ursachen haben. Dem Anschein nach trübt vermutlich die Linse ein, könnte aber auch das ganze Auge betreffen - als Ursache kämen z.B. ein Trauma in Frage, aber auch "Grauer Star" oder infektiöse oder autoimmune Augenerkrankungen. Wenn er Glück hat, beschränkt sich die Blindheit nur auf das eine Auge. Dann wird er zwar etwas zurückhaltender bleiben, sich aber problemlos in der Voliere zurechtfinden. Falls beide Augen betroffen sind, wirst Du ihn in Kürze vermutlich nicht mehr in der Voliere halten können. Allerdings ist das nicht unbedingt sein Todesurteil - in einer Flugbox kommen solche Tiere problemlos zurecht, vorausgesetzt man richtet sie einfach ein und er hat mindestens einen Kumpel, an dem er sich akustisch orientieren kann.
      Ich selbst habe schon mehrfach alte blinde Nonnen gehabt, die sich noch lange trotz ihrer Blindheit gut orientieren konnten - sie nutzten sogar die Vogelbäder und waren gut in die Kleingruppe eingebunden (mehr als vier Vögel würde ich dabei nicht vergesellschaften). Es gab halt immer wieder Abstürze, aber aus 70 cm Höhe waren sie nicht gefährlich. Futter und Wasser gab es ganz normal aus den erhöht angebrachten, ca. 15 cm langen Futternäpfen und Trinkfontänen am Käfiggitter; zusätzlich hatten sie auch Badewannen. In allen meinen Käfigen habe ich immer mindestens zwei Futternäpfe - bei einem blinden Vogel kann einer auf dem Boden auch nicht schaden.

      Viel Glück für Oschkar,
      Steffi