Gouldamadinen brüten

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    • Gouldamadinen brüten

      Hallo Ihr Lieben...ich komme aus dem Saarland und habe mehr oder weniger zwei Gouldamadinen Pärchen vom verstorbenen Nachbar bekommen...Sonst wären Sie im Tierheim gelandet ...Ein Weibchen ist leider zwei Tage nach dem Umzug zu mir verstorben...nun habe ich zwei Hähne und ein Weibchen... Das eine Päarchen hat jetzt Eier gelegt ...geht das gut? Und wo findet man evtl noch ein Weibchen für den allein Stehenden Mann ?
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    • Vielleicht basteln sie sich ja selbst eine Henne... ich würde abwarten, was schlüpft... :lachen: Oder willst du keinen Nachwuchs?
      Wenn du Nachwuchs willst, dann bitte kontrolliere die Eier und das Brutpaar so wenig wie möglich. Du kannst ihnen ja eh nicht helfen, das müssen sie schon selbst machen... :lachen: Du kannst nur füttern... und möglichst wenig störend die Voliere putzen... :lachen: Warte einfach ab, ob in zwei Wochen etwas pipst und in etwa 4 Wochen etwas ausfliegt...
      Zum Futter während Brut und Aufzucht kannst du ja nachlesen bzw. gibt es hier im Forum Goulds-Spezialisten. Da wissen die Züchter am besten Bescheid. Eifutter und tierisches Futter brauchen sie in dieser Phase.
      Wenn du keinen Nachwuchs willst, dann schüttle die Eier kräftig (so sterben die Küken ab) und lass sie dann weiterbrüten, bis sie irgendwann selbst merken, dass es nichts wird und entsorge dann die Eier... (und entferne dann vielleicht auch Nest/Nistkasten)
      Auf alle Fälle Gratulation: denn wenn die Vögel Eier legen, ist das meist ein Zeichen, dass sie sich wohlfühlen. Oder hast du ihnen zuviel grüne Hirse, Löwenzahnblätter oder andere Leckerlis gefüttert, dass sie triebig wurden... :lachen:

      Unsere Binsen haben auch vor Jahren als Trio (2 Hähne, 1 Henne) gestartet und sich dann ihre 2. Henne selbst gezogen. Waren dann etwa 1 Jahr zwei harmonische Pärchen, aber ihre Fruchtbarkeit war uns dann zuviel, so dass wir die zwei Binsen-Hennen auf zwei Ringel-Hennen getauscht haben. Später haben wir noch zwei Binsen-Hähne dazugenommen. Mit einer 4er-Hahn-Truppe gibt es nun keine Sorge um eventuelle Jungvögel mehr. Und die zwei Ringel-Hennen legen zwar auch ohne Hähne hin und wieder Eier, aber da wir wissen, dass sie nicht befruchtet sind (die Binsenhähne haben null Interesse an Ringel-Hennen), bleiben wir entspannt und lassen sie darauf solange brüten, wie sie wollen (und auch bei den Ringelhennen ist das immer unterschiedlich: mal brüten sie, mal lassen sie die Eier unbeachtet).
      Es ist also eine grundlegende Entscheidung, ob du zwei Goulds-Pärchen willst oder eher auf eine Hahn-Truppe umsteigst.

      Warte mal ab, was mit den Eiern passiert. Ob sie brüten oder ob da was draus wird. Dann kannst du immer noch überlegen, in welcher Kombination du deine Goulds haben willst.
    • Ist das ein Nistkasten oder so ein halboffenes Körbchennest? Im Körbchennest sind sie ziemlich störungsanfällig. Das Nistmaterial ist auch nicht ideal.
      Ich würde auch sagen, das der einzelne Hahn Probleme machen könnte, je nachdem welche Rang er in der in der Minigruppe hat.
      Es kommt auch alles auf die Größe der Unterkunft an, ob genug Platz ist, um sich gegenseitig nicht auf den Keks zu gehen.
      Hast du an das passende Aufzuchtfutter gedacht ?
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:
    • Erstmal vielen lieben Dank für die lieben und tollen Informationen ☺️Ich habe alles so eingeräumt,wie der verstorbene es in einem kleinen Käfig hatte (der mir aber zu klein war )Die Vögel dürfen jetzt im Wohnzimmer bleiben bis zum Sommer da wollte ich eine Aussenvoliere auf den Balkon

      Ich hatte mal Wellensittiche und habe die Gouldis mehr oder weniger genau so gefüttert vielleicht deshalb auch das Grünzeug
      Ich werde mich durch die Foren lesen und mich über die hübschen informieren
    • Gz1203 wrote:

      @kleinesLicht es ist ein Nistkasten

      Das ist schon mal gut.

      Gz1203 wrote:

      Ich werde mich durch die Foren lesen und mich über die hübschen informieren

      Gute Idee. ;) Für die Aufzucht solltest du dir Eifutter besorgen. Davon bietet man etwas an, sobald das erste Küken geschlüpft ist.

      Beobachte einfach wie sich alles entwickelt, im Notfall kannst du den einzelnen Hahn immer noch separieren.

      Bei einer Außenvoli auf dem Balkon gibt's auch so einiges zu beachten.
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:
    • kleinesLicht wrote:

      Für die Aufzucht solltest du dir Eifutter besorgen. Davon bietet man etwas an, sobald das erste Küken geschlüpft ist.
      Das Eifutter würde ich versuchen, über einen Züchter in deiner Nähe zu beziehen. Da gibt es massive Qualitätsunterschiede. Wir haben unseren Binsen nach dem Schlupf unglaublich viele Sorten Eifutter angeboten, die sie alle ablehnten und waren dann sehr besorgt, als sie die Küken ohne Eifutter aufgezogen haben. War aber auch kein Problem... die Vögel machen das schon und wissen gottseidank, wie alles geht... Allerdings sind die Goulds viel heikler als Binsen und durch die lange Zucht vielleicht nicht mehr so instinktiv. Da würde ich mich gut bei verschiedenen Züchtern erkundigen, wann was gereicht werden soll. Ich würde ja aus meiner damaligen Eifutter-Erfahrung, auch vor dem Schlüpfen kurz mal antesten, ob sie das Eifutter überhaupt mögen, weil dann hast du noch Zeit ein anderes aufzutreiben... Wir haben uns damals durch ungefähr alle im Handel erhältlichen Eifutter-Sorten getestet. Keines mochten sie. Erst Jahre später haben wir ein handgemixtes Eifutter aus einem Tante-Emma-Tierladen probiert: das mochten sie plötzlich und kriegen sie jetzt alle 10-14 Tage als Art Vitaminpulver über das normale Futter gestreut. Und ich glaube, dass wir auch diverse Kleintiere aus dem Reptilienhandel (lebende Mehlwürmer, Pinkies oder so) angeboten haben. Wir haben das einfach in Schüsselchen gereicht und sie haben das genommen, was sie wollten. Ich glaube, dass dieses lebende Zeug halt nur 1-2 Stunden frisch ist und dann wieder entfernt werden sollte. Kann mich leider im Detail nicht mehr erinnern, weils schon ein paar Jahre her ist und wir keinen Nachwuchs mehr wollten, da uns das Schwarmverhalten der Vögel so gut gefiel. Und sobald die Vögel balzen, brüten und Junge großziehen ists, vorbei mit dem fidelen Schwarmverhalten. Dann sind sie egoistische Pärchen, die um Territorium und Futter streiten... naja, ganz so schlimm wars nicht... :lachen: Der Nicht-Vater-Hahn hat sogar auch mal mitgefüttert. Trotzdem ist es ganz ein anderes Sozialverhalten. Wenn man nicht züchten will, ist Nachwuchs eher lästig. Dafür sind die Züchter ideale Informanten fürs Großziehen von Nachwuchs...
    • Anfangs brauchen die Jungvögel die Eier im Nest, damit sie sich besser abstützen können und auch als Wärmespeicher. Du kannst sie rausnehmen oder auch drinnenlassen. Dass Eier zerbrechen, ist bei uns noch nie passiert. Würde das alles den Altvögeln überlassen. Wenn die die Eier nicht mehr mögen, dann kicken sie sie eh raus. Ich würde soweit wie möglich Abstand halten, weil falls die Altvögel wegen diverser Störungen die Jungvögel nicht mehr füttern, würdest du dir das nie verzeihen... und machen kannst du eh nichts...
    • Was du dir aber in der Zwischenzeit überlegen kannst: Wie mache ich die Voliere Küken-sicher? Denn wenn die Kleinen flügge werden, dann ists gut, wenn alles gesichert ist. Etwa 10-14 Tage nach dem Schlupf ist es dann soweit. Die ersten 7-10 Tage fliegen, flattern und hüpfen sie wie Voll-Idioten... :lachen: Dh. Badehäuschen raus (sonst ertrinken sie). Alle harten Gegenstände weg vom Boden, damit sie nicht dagegendonnern und sich verletzen. Und damit sie keinen Frust schieben, wenn sie beim Fliegen abstürzen oder ins Trudeln kommen (das ist anfangs so, da kann man kaum zuschauen... ), ist es gut, wenn man genügend Kletterhilfen (Äste schräg verkreutzt entlang der Gitter) anbietet, dass sie auch ohne Flugkünste von oben nach unten und von links nach rechts kommen... Und wenn sie dann das Fliegen halbwegs beherrschen, dann gehts daran, das Fressen zu lernen. Dh. dann die Näpfe so montieren, dass sie gut rankommen und grüne halbreife Hirse geben (damit tun sie sich anfangs am leichtesten). Frisch wirst du sie nicht kriegen (Saison endet im Sommer), aber etliche Tierläden bieten sie tiefgefroren an (durchtelefonieren...). Diese grüne halbreife Hirse lieben alle Vögel und sie enthält auch alle Vitamine etc, die junge Vögel brauchen. Junge Vögel, die noch nicht entspelzen können, lernen das am besten und leichtesten mit der halbreifen, grünen Hirse. Die sollte bei keiner Vogelaufzucht fehlen. (Danach aber nicht mehr geben, denn diese grüne halbreife Hirse macht die Vögel triebig und überdreht, ist quasi ein Red-Bull für Vögel. Wir haben eine Notreserve immer im Kühlschrank. Falls mal ein Vogel krank würde, wäre das die erste Medizin. Und da wir es dafür nie brauchen, wird es dann ganz sparsam als Goodie 1x im Monat verfüttert oder bei Stress-Situationen wie Übersiedlung, Einsperren etc. gegeben) birds-online.de/nahrung/gruenfutter/halbreife_hirse.htm
      Übrigens: wenn sie besonders laut betteln (nach etwa 10-14 Tagen), dann werden sie bald futterfest. Da nicht erschrecken... Wir dachten erst, sie verhungern... :lachen: Aber die Biester lieben es so sehr gefüttert zu werden, dass sie dann, wenn sie schon richtig kräftig sind und eigentlich selbst schon gut fressen, sich wie Verhungernde gebärden, nur damit die Altvögel noch ein bisschen weiterfüttern... Aufpassen würde ich nur am Anfang: ob sie da eh gut gefüttert werden, weil erst ab diesem Moment könntest du bei der Aufzucht überhaupt etwas tun. Doch Vögel, die ihre Jungen so weit gebracht haben, werden sie wohl auch füttern, sofern sie nicht gestört werden. Dh. Jungvögel rausnehmen etc. würde ich wirklich bleiben lassen. Nur eventuell einmal rausnehmen, um ihnen den Ring auf den Fuß zu geben (falls du sie beringst). Jedes Rausnehmen erhöht das Risiko, dass die Altvögel irritiert werden und bringt nichts. Ist also komplett sinnloses Risiko, das man nicht eingehen sollte. Deshalb einfach bleiben lassen und die Natur selbst machen lassen.

      The post was edited 2 times, last by Heidi Wien ().