Inhalation gegen Pilze in den Atemwegen

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    • Inhalation gegen Pilze in den Atemwegen

      Hallo zusammen,

      dieses Jahr ist hier gesundheitlich massiv der Wurm drinnen. :(
      Zu den zwei Todesfällen kommt noch die latente Angeschlagenheit meines 5-Jährigen Männchens. Der Gute hatte eine überdurchschnittliche Anzahl Staphylokokken im Kot und bekommt gemeinsam mit seiner Partnerin seit über einem Monat Baytril. Zusätzlich wurde noch ein anderer Abstrich gemacht, von dem seit Kurzem die Laborergebnisse da sind: Es ist ein Pilz gewachsen, der nicht näher bestimmt werden kann. Er hat tagsüber immer wieder Durchhänger, sitzt dann eher apathisch auf der Stange und wippt mit dem Schwanz (Schwanzatmung). Vor einiger Zeit hatten wir ihn deswegen prophylaktisch gegen Luftsackmilben behandelt. Dies hat jedoch nicht zur Lösung des Problems beigetragen. Auch die Baytrilgabe verbesserte nur anfangs den Zustand, jetzt hockt er immer wieder "fertig" da.
      Auch zieht er sein linkes Füßchen immer wieder ins Gefieder. Ich fing ihn letzte Woche raus um auszuschließen, dass er eine Fußverletzung oder Probleme mit dem Ring hat. Ich konnte keine äußerlichen Probleme erkennen. Das Sternum war schon spürbar, sein Zustand aber noch nicht abgemagert. Nach dem Stress der herausfangens gab er leicht knackende Atemgeräusche in meiner Hand von sich.

      Die einzige Behandlung, die der Tierärztin gerade einfällt ist den Kleinen inhalieren zu lassen. Habt ihr damit schon einmal Erfahrung gemacht? Sie meinte ich müsse dann ein Handtuch über den Käfig legen und darauf achten, dass das Gerät für 0-3-Jährige geeignet sei (feine Zerstäubung). Ich weiß noch gar nicht wie ich das gerade machen soll, der Platz für Krankenkäfig Nr. 1 ist derzeit mit den beiden Quarantäneringels besetzt. :/ Ich habe zwar noch einen 2. Käfig, könnte diesen aber nur auf einem Hocker neben die Voliere hinstellen. Die Trennung vom Partner hat bei mir bisher immer für ordentlich Stress und Unruhe gesorgt.

      Bin auf Tipps und Erfahrungsberichte eurerseits zum Thema Inhalieren und Pilze in Atemwegen gespannt.

      Toi toi toi dass alle vier bis Ende diesen Jahres wieder vollauf gesund werden! Die Neuzugänge sind übrigens über den Berg hinweg und auf dem Weg der Besserung. :)
      Liebe Grüße,
      Withi :ringel:
    • Hallo ich denke zum Inhalieren braucht man eine spezielle Krankenbox alles andere wird schwierig aber bitte nicht auf Verdacht behandeln . SpotOn Präparate wie Ivomec sind giftig und schon angeschlagene Vögel sterben oft daran.
    • Hi Amigomaus. Dankeschön für den Hinweis. Ich bin auf der Suche nach einem Inhalator, die TA hatte mir mitgegeben, dass er eine besonders feine Zerstäubung gebnötigt. Die Pari-BOy-Geräte liegen ja bei ca. 150 €?! Ein Gerät, dass laut Herstellerangaben ca. 2,6 micrometer Zerstäubung hat ( noch kleiner als der Pariboy SX) kostet deutlich weniger beispielsweise. Aber ob dieser auch geeignet ist? Ich muss gestehen, dass 150 Eur für so ein Gerät schon ziemlich viel wären. Ich würde mir lieber etwas aus dem Bekanntenkreis leihen, habe aber niemanden gefunden.
      Hat mir jemand zu dem Gerät selbst und zu Möglichkeiten zur Ausleihe vielleicht Tipps?
      Ich möchte an dieser Stelle noch anmerken, dass ich selbstverständlich auch das teure Gerät kaufen werde, sollte ich keine andere Lösung finden. Mir geht die Vogelgesundheit vor.

      Zum Ivomec: Hm, da habe ich meiner TA vertraut. Die beiden haben ihren Kopf sehr oft an der Stange gekratzt, was ja ein Symptom von LSM sein kann.
      Liebe Grüße,
      Withi :ringel:
    • @Withi
      Ich habe solch einen Pariboy zuhause, da ich ihn selbst mal brauchte und hatte ihn später auch mal zur Behandlung meiner Vögel genutzt. Die Reichweite ist halt nicht sonderlich, weshalb eine Behandlung im Transportkäfig zwingend anzuraten ist.

      Mir wurde damals vom Tierarzt empfohlen, wenn ich sowas nicht habe, es gebraucht irgendwo zu kaufen. Vielleicht hat jemand bei Ebay-Kleinanzeigen sowas. :hmm:

      Zur Pilzbehandlung kann ich nur sagen, dass meine Tierärztin damals meinte, dass es in den Schnabel gegeben werden muss und es da nichts zum Inhalieren gibt. :?:


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Ich würde immer bei so einem Problem auf die Taubenklinik in Essen vertrauen . Abstrich beim Tierarzt machen lassen nach Essen schicken und dann hat man ein Ergebnis und kann sich auch ein Medikament mitschicken lassen ich denke auch nicht das es über das inhalieren geht es gibt sehr wenige Tierärzte die sich mit Vögeln auskennen das ist halt das Problem.
    • Hi Amigomaus,

      meine Tierärztin ist auf Vögel spezialisiert, gehe extra nur zu VK-TAs. Bei dem Männchen wurde ein Abstrich gemacht und ins Labor eingeschickt, 4 Wochen später kam das Ergebnis, dass ein Pilz gewachsen sei, das Labor jedoch nicht die Art bestimmen könne. Da die Beschwerden mit der Baytrilgabe (auch wegen dem Bakterienspiegel im Kot) nicht abgenommen hatten nun der Ansatz mit der Inhalation.
      Am Dienstag bin ich ohnehin wieder dort, möchte nur schon vorab das Gerät usw. organisieren, damit der Kleine zeitnah seine Behandlung bekommt.

      Danke Schoko'finches, ich schaue mal was sich in den Kleinanzeigen finden lässt. Vielleicht kann man mir am Montag auch noch genaueres am Telefon beim TA sagen zur Behaldung (ob ganz sicher Inhalation usw.).
      Liebe Grüße,
      Withi :ringel:
    • Kleines Update: Er hatte beim Rausfangen klackende Atemgeräusche.
      Die TA hat mich beim Besuch aufgeklärt. Lange Zeit konnte das Labor den Pilz nicht identifizieren vom Abstrich, letztlich war es dann einer, der bei z.B. Papageien die Aspergilliose hervorruft. So eine Schimmelpilzinfektion ist bei Sittichen und Papageien anatomisch eher bedingt, bei PF die Ausnahme. Deshalb war dies auch nicht ihr erster Tipp. Wir konnten aber alle anderen möglichen Ursachen für sein Unwohlsein ausschließen. Es scheint sich wirklich ein Schimmelpilz in den Atemwegen angesiedelt zu haben. Vielleicht ist dies auch erst durch die Antibiotikagabe so richtig durchgekommen. Meine TA meinte, dass bei AB-Gaben Schimmelpilzinfekte manchmal verstärkt aufkommen können.

      Jedenfalls inhaliert er mit dem Gerät aus der Arztpraxis jetzt für insg. 2 Wochen. Ich bilde mir ein zu sehen, dass es ihm schon etwas besser geht (mal vom Stress des Inhalierens abgesehen).
      Liebe Grüße,
      Withi :ringel:
    • Withi wrote:

      Vielleicht ist dies auch erst durch die Antibiotikagabe so richtig durchgekommen.

      Auf jeden Fall, wenn man bedenkt wie lange ihr das AB geben musstet. Ich würde aber noch in eine andere Richtung denken. Könnt ihr in seiner Umgebung Schimmel ausschließen? Manmal merkt man es selber gar nicht und hat versteckte Schimmelherde bei sich zu Hause.

      Schön das es dem Kleinen schon besser geht. :thumbsup:
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:
    • Hallo, auch hier noch ein Update in die Runde.

      Leider ist der Kleine noch nicht über den Berg. Auch wenn er sich aktiv am Alltagsleben seiner Partnerin beteiligt, frisst und badet hat er "Durchhängephasen". Zu der Zeit, wo die anderen Mittagsschlaf machen sieht man, dass es ihm nicht gut geht.
      Er legt sich zumeist mit dem Bauch auf dem Sitzast hin. Zudem ist Schwanzatmung zu beobachten, die Flügel hängen leicht herunter, das Rückengefieder ist aufgeplustert. All dies sind ja Anzeichen von Unwohlsein und Schmerzen. Als ich ihn so gesehen habe habe ich direkt meine Tierärztin angerufen und einen Termin vereinbart. Zudem habe ich vorab ein Video zukommen lassen. Mir wurde geraten ihn wieder inhalieren zu lassen und zudem Rotlicht anzubieten. Ich fange ihn nun nicht mehr aus der Voliere. Er hatte dabei Todesangst und sehr großen Stress. Ich stelle das Gerät auf das Volierendach und richte es so aus, dass der Sprühnebel die oberen Sitzäste umhüllt. Dort bringe ich eine Kolbenhirse zur Inhalationszeit an. Zumeist setzt er sich dann freiwillig in den Nebel um sein Lieblingsessen zu verzehren.

      Ich habe große Sorge, dass er vielleicht statt der Pilzinfektion Bauchschmerzen haben könnte, da die Körperhaltung unserem verstorbenen Männchen Kili so ähnlich ist. Dieser ist nach langem Kampf mit einem Lebertumor diesen Sommer von uns gegangen. Auffällig ist auch, dass dieses Männchen in der just vorübergegangenen Mauser im Bereich des Gesichts und der Kehle dunkler durchgemausert hat. Es ist schon fast eine Wellenform erkennbar. Gefiederveränderungen können ja auch ein Indiaktor für Leberprobleme sein. Mir fällt aber keine mögliche Ursache hierfür ein - sie bekommen viele Grassamen, eine spezielle Astrildenmischung, keine Negersaat o.ä.

      Morgen bin ich wieder beim Tierarzt, dann weiß ich hoffentlich mehr. Bevor er nicht wieder fit ist werde ich die Ringels nicht zusammen führen. So kann er sich gar nicht in der Rang- und Hackordnung etablieren und wird womöglich noch um sein Weibchen gebracht. Den zusätzlichen Stress erspare ich ihm und hoffe, dass er nun bald durchkommt und wir 2021 mit 4 gesunden Vögeln beginnen können...

      Hier noch das Video der "Durchhängephase":
      youtu.be/Qr4RVnKrzYgu

      Ich dokumentiere dies hier übrigens, damit auch andere, die nach ähnlichen Problemen suchen fündig werden.
      Liebe Grüße,
      Withi :ringel:
    • Hallo zusammen,

      wir haben leider keine Diagnose. Der Kleine wurde gründlich untersucht:
      - Ernährungszustand gut
      - Röntgen: Lieferte keine Hinweise auf einen Tumor o.ä. - alle Organe sitzen an ihrem Platz, nichts ist verschoben, keine Unregelmäßigkeiten zu erkennen
      - auch die Beine sind unauffällig
      - Kot sieht unauffällig aus - keine Verwässerung (veränderter Urinanteil hätte auf Nierenprobleme hinweisen können - nach der reichlichen Medikation wäre dies ja möglich gewesen)

      Da es ihm aber nach wie vor nicht gut geht behandeln wir ihn jetzt über die Feiertage und danach mit einem Schmerzmittel. Verändert er sein Verhalten könnte dies aufzeigen, dass er wirklich unter akuten Schmerzen leidet. Im neuen Jahr müssen wir dann weiter nach der Ursache suchen.
      Die TA hatte diesen Weg vorgeschlagen, nachdem er jetzt eine längere Antibiotika-Behandlung, Kotuntersuchungen, Abstriche, Inhalation (in den letzten Tagen m. höherer Wirkstoffkonzentration), Darmaufbaukur + Vitamingabe sowie Röntgen hinter sich hatte.

      Ich hoffe, wir finden die Ursache. Ich würde alles dafür tun, dass es meinen Pflegelingen gut geht. :(
      Liebe Grüße,
      Withi :ringel: