Vergesellschaftung als gemischte Männergruppe möglich?

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    • Vergesellschaftung als gemischte Männergruppe möglich?

      Hi,
      ich würde mir gern wieder Prachtfinken zulegen, allerdings etwas etwas untypisch als reine Männergruppe mit unterschiedlichen Arten, eventuell sogar von verschiedenen Kontinenten. Gibt es da Erfahrungen? Ist das möglich? Will nicht mit den Tieren rumexperimentieren.

      Grüße

      Joe
    • Erz wrote:

      Singen eigentlich Männchen in einer reinen Herrengruppe auch ohne Weibchen, quasi als Imponiergehabe, oder ist das reines Balzverhalten für das Weibchen?

      Klar singen die auch ohne Hennen. Balzen wird auch manchmal untereinander geübt.

      Zur Vergesellschaftung: Ich habe schon Gruppen von Goulds zusammen mit Schmetterlingsfinken gesehen, mit Binsen oder Mövchen. Was ich spontan nicht mit Goulds
      vergesellschaften würde sind Reisfinken, Diamantfinken oder Zebrafinken. Die sind einfach zu territorial eingestellt und vertragen sich schon untereinander nicht.
      Am Ende ist alles auch eine Platzfrage. In kleineren Gefilden würde ich die Goulds unter sich lassen, bei viel Platz geht sicher mehr.
      Auf jeden Fall ist es ratsam, die Goulds bei artfremder Vergesellschaftung in der Überzahl zu halten.
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:

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    • Hi,
      danke für die Antworten. Wie groß sollte denn eine Zimmervoliere für 12-15 Hähne, größtenteils Goulds, etwa sein? Ich will die nicht in so „Zuchtkäfige“ pferchen, da halte ich nicht viel davon. Man muss nicht alles machen, nur weil es irgendwie geht.

      Grüße

      Joe
    • Ich habe Binsen und Ringel zusammen, die vertragen sich perfekt und würden auch zu Goulds passen. Goulds habe ich bis jetzt keine, weil alle Goulds, die ich gesehen haben, waren mir zu "brav" und sahen irgendwie überzüchtet aus... aber vielleicht finde ich ja einmal welche mit dem passenden Temperament... Ich mag gerne lebhafte, freche Vögel... Dafür sind die Binsen perfekt. Und trotz ihrer Quirligkeit sind sie echte Gentleman: als die neuen Ringel dazukamen, haben sie ihnen immer den Vortritt am Futternapf gelassen - obwohl die Ringel sogar etwas kleiner als die Binsen sind und es eigentlich ihr Territorium war. Aber sie haben sich nicht gefürchtet, sondern sind einfach zur Seite getreten und sobald die Ringel fertig waren, sind sie wieder hin ;-) Also für gelbe Binsen kann ich dir nur volle Empfehlung geben.
      Soweit ich es verstanden habe, brauchen afrikanische Prachtfinken "Fleisch", dh. eine andere Fütterung, während die Australier mit Hirse und Gurken auskommen. Da finde ich die vegetarischen Hirse-Fresser schon viel pflegeleichter und sympathischer ;-)
      Wieso willst du so viele Tiere? Mit 4-8 Stück hast du auch schon ein fröhliches Gezwitscher und weniger Dreck in der Voliere ;-)
    • Erz wrote:

      hatte so de wirre Idee, von den Goulds je Variante einen Hahn einzusetzen.
      Schöne Idee. Ich würde mir aber an deiner Stelle nur die schönsten Farbschläge konzentrieren. Du möchtest ja sicher auch Freude an den Tieren haben und ich könnte mir vorstellen, dass einige Farbschläge vielleicht doch für Kummer sorgen. :hmm:

      Ich denke da gerade an die blauen Goulds, die doch öfter mal Stoffwechselstörungen haben oder die silbernen, die wohl auch sehr empfindlich sein sollen.


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Erz wrote:

      Hab von den „modernen“ Farbschlägen absolut keinen Plan. Also von den blauen und silbernen Finger weg, wenn es um eine „einfach zu handhabende“ gemischte Männergruppe geht?
      Gerade Silber scheint aktuell eine "Trendfarbe" zu sein. Jedenfalls meinte das ein Züchter zu mir.

      Die Blauen müssen nicht unbedingt immer Probleme machen. Man sollte nur das immer im Hinterkopf behalten, dass sie vielleicht mal Stoffwechselstörungen haben oder Probleme mit der Leber.

      Bei den Silbernen weiß ich leider nur von 2 Züchtern, dass die Vögel gern mal in der Mauser einfach umkippen. Bei meinem Züchter, von dem ich meine Vögel habe, sind dieses Jahr beispielsweise alle silberne Jungvögel während der Mauser umgekippt. Vorher hatten sie sich tadellos entwickelt und dann kam die Mauser und keiner überlebte. :( Daher würde ich von silbernen eher abraten.


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Hi,

      die Silbernen sind etwas spezieller und die Zucht erfordert einiges an Wissen. Falsche Verpaarung der Eltern bedeute kränklichen und schwachen Nachwuchs an dem Du als Käufer auch nicht lange
      Freude haben wirst.

      Bei den Blauen habe ich schon oft mitbekommen, das die zu Lebergeschichten oder Mauserproblemen neigen. Es gibt aber auch blaue die sind topfit und werden
      schön alt. Ich denke da kommt es sehr auf die Zuchtauswahl der Elternvögel an. Hier gilt auch, falsche Elternverpaarung (z.B. blau x blau) bedeutet kränklichen Nachwuchs.
      Im Forum hat neulich jemand geschrieben das wohl auch eine Störung der Vitamin A Synthese vorliegt genau wie bei rezessiv weißgrundigen Kanarien. :guck: https://www.prachtfinken-freunde.de/index.php?thread/6447-vergroesserte-leber/

      Erz wrote:

      hatte so de wirre Idee, von den Goulds je Variante einen Hahn einzusetzen. Quasi fürs Auge. Ist aber erst mal ne verrückte Idee

      Wenn Du wirklich Mutationen möchtest, dann schau Dir die Tiere und die Züchter vorher genau an ob sie gesund und kräftig ausschauen und wie sie gezüchtet wurden. Dann spricht eigentlich nichts gegen eine schöne"bunte" Truppe. Blaue und Silberne würde ich vielleicht etwas später angehen.

      Schoko'finches wrote:

      Bei meinem Züchter, von dem ich meine Vögel habe, sind dieses Jahr beispielsweise alle silberne Jungvögel während der Mauser umgekippt

      Welche Elterntiere (Farbschläge) hatte er denn ? :grübel:
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:
    • kleinesLicht wrote:

      Welche Elterntiere (Farbschläge) hatte er denn ?
      Das weiß ich leider nicht. Er züchtet allerdings sehr gewissenhaft. Mutationen werden nur mit wildfarbenen Goulds verpaart. Allerdings sind seine wildfarbenen ja auch nicht reinerbig wildfarbend (mittlerweile ja leider fast Normalität) und sind wohl zum Großteil spaltblau.
      Er meinte, die Jungvögel haben sich prächtig entwickelt und dann in der Jugendmauser sind sie einfach umgekippt. Das habe ich schon öfter gehört. Immerhin ist die Jugendmauser doch ein recht anstrengender Vorgang für alle Goulds.


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2: