Zebrafink ständig ohne schwarz-weiße Schwanzfedern

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    • Zebrafink ständig ohne schwarz-weiße Schwanzfedern

      Hallöchen ihr Lieben,

      Mein Zebrafinken-Hahn verliert andauernd seine schwarz-weiß gestreiften Schwanzfedern. Der Rest des Schwanzes ist aber da. Es fing an, als er von seinem weißen Kumpel immer am Schwanz gepackt wurde... der Kumpel ist aber längst nicht mehr da.

      Jetzt sind diese Schwanzfedern bereits das fünfte oder sechste Mal wieder weg. Jedes Mal, wenn ich feststelle, dass die Schwanzfedern wieder schön lang geworden sind, sind sie am nächsten Tag wieder weg. :(

      Ich kann mir allerdings absolut nicht erklären, wer ihm am Schwanz knabbert. Ganz selten mal wird er von seiner Henne gerupft. Dann aber nicht am Schwanz. Andere Zebrafinken - außer 2 Jungvögel habe ich nicht. Einer von diesen Jungvögeln (Henne in der Jugendmauser) ist recht ruppig und faucht ständig rum. Sie verteidigt ständig die Voliere. Kann es manchmal aus Angst sein, dass er diese wunderschönen Federn abschmeißt? Aber warum finde ich dann in den seltensten Fällen Federn irgendwo? Liegt es vielleicht an seiner Farbe? Ich habe nämlich nur weiße Zebrafinken mit Schwarzwangen. Der Hahn ist als einziger grau und hat entsprechend schwarz-weiße Schwanzfedern... alle anderen nur weiß-braune... :hmm:


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Hast du Nester, in denen die Federn verschwinden können?
      Wie sehen weiße Zebrafinken mit Schwarzen Wangen aus? Weiße sind schneeweiß und haben allenfalls graue oder braune Flecken am Rücken, aber niemals Wangen.

      So einfach geben Zebrafnken ihre Federn nicht her, bei ein bisschen Geraufe rupfen sie sich eher einen Büschel kleiner Federn aus. Ausgerechnet die Oberschwanzdecken sind ein unübliches Ziel.
    • Hi,

      Nester habe ich, allerdings habe ich darin noch nie diese schwarzweißen Federn entdeckt. :(
      Als der betroffene Hahn noch keine Henne hatte, hat ihm immer der weiße Hahn am Schwanz gezerrt. Hin und wieder fielen dann auch Schwanzfedern aus, aber eben nur die schwarz-weißen obendrauf. Nun ist besagter Hahn aber nicht mehr da und die "Ehegattin" des betroffenen Hahns ist eigentlich recht liebevoll zu ihrem Partner und kommt nicht auf die Idee nach seinen Schwanzfedern zu packen. Dennoch finde ich gelegentlich Federn auf dem Boden, die eindeutig von ihm stammen. Ich sammle sie meistens auf, weil ich die Federn so schön finde und packe sie zu meiner Feder-Sammlung (ich sammle die Schwanz- und Schwungfedern meiner Piepser in einer ausgedienten Tupperdose). Daher weiß ich es. Gestern habe ich erst wieder eine Schwanzfeder von ihm vor der Voliere entdeckt. Der Hahn flatterte direkt zu ihr, hatte aber dann doch kein Interesse an ihr... Er sammelt lieber kleine weiße Federn... Da ich derzeit 2 mausernde Jungvögel habe, findet er davon recht viele.

      Fotos habe ich dir mal beigefügt. Vielleicht hat mir mein Züchter beim Farbschlag auch etwas falsches gesagt.


      20181201_173705.jpgHier der weiße Schwarzwangen-Hahn, auch wenn er hier etwas grau ausschaut: Er ist aber schneeweiß...

      20181005_161524.jpgHier nochmal ein Foto von ihm mit dem betroffenen Hahn links

      SAM_1812.JPGHier eine weiße Henne mit Schwarzwangen... Sie hat sich gerade geschüttelt, weshalb sie so aufgeblasen ausschaut.

      Wie gesagt, vielleicht irre ich mich auch bei dem Farbschlag. Mein Züchter hat sie mir so jedenfalls gebracht. :D Ich wollte ja eigentlich keine Zebrafinken habe, hat sie dann aber offenbar doch zu sehr bei meinem Züchter bewundert. :lachen:
      Als ich den Beitrag übrigens verfasst habe, waren die Federn ja wieder weg. Nun sind die Federn wieder fleißig am Nachwachsen. Lange im Nest sitzt er eigentlich auch nicht. Die Nächte verbringt er sogar außerhalb des Nests und schläft auf Kopfbrettern... (eigentlich unüblich - die Zebrafinken schlafen normalerweise ja zu zweit im Nest, jedenfalls war es bisher so). Daher kann er sie sich eigentlich auch nicht abschubbern oder sowas, denke ich. :hmm:
      Von den anderen wird er auch in Ruhe gelassen. Er kabbelt sich ab und an mit dem Binsen-Hahn, aber eben nur mit dem Schnabel. Mehr nicht. Er kann es also auch nicht sein. Wie gesagt, es begann, als ich nur die beiden Zebrafinken-Hähne hatte und mein Züchter meinte, dass es weg gehen würde, wenn ich Hennen dazu setze. Nun habe ich schon nur noch dieses eine Pärchen und dennoch muss er irgendwie ständig Federn lassen und ich kann mir einfach nicht erklären, warum.

      Dass er manchmal in Schrecksekunden diese "Deckfedern" fallen lässt, kann nicht sein oder? Er würde dann doch auch die anderen Federn fallen lassen, richtig?


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

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    • Erstmal Kompliment, das sind sehr schöne Zebrafinken. Ich bin sehr angetan von den Farben.

      Zur Erklärung:
      Ein weißer Zebrafink ist komplett schneeweiß. Wie ein Schneeball mit rotem /orangem Schnabel und roten Beinen.
      Weder Henne noch Hahn haben auch nur den Hauch einer Zeichnung und sind bestenfalls an der Schnabelfarbe zu unterscheiden.
      Jungvögel können einen dunklen Schatten am Rücken haben, der sollte aber nach der Jugendmauser weg sein.


      Die hellen Zebrafinken, die du hast, sind vom Farbschlag Maske grau (man sagt meist verkürzt nur "Maske", es gibt aber auch welche mit brauner
      Grundfarbe, sehen aber auf den ersten Blick nicht so anders aus) und sind zusätzlich Schwarzwangen.
      Hätten sie die schwarzen Wangen nicht, wären die Flanken und Wangen der Hähne deutlich heller, als bei den Grauen.
      Wenn ich mir die eher hellen Schwanzfedern der Hähne so ansehe, denke ich, dass sie außerdem Masken mit schwarzen Augen sind. Es gibt 3 Ausprägungen des
      Farbschlags, eine davon hat schwarze Augen und eine helle Zeichnung, die normalen Rotaugen haben eben rote Augen und eine intensive schwarze
      Zeichnung und dann und wann fallen ganz helle mit roten Augen, die sind nahe am Albino.

      Ich erspare dir die Vererbung und den Zusammenhang mit dem Farbschlag Hellrücken, außer du bist interssiert daran ;)

      Die normalfarbenen Masken ohne schwarze Wangen habe ich schon gezüchtet. Der Kontrast hat es mir immer sehr angetan, momentan habe ich keine.
      Aber wenn ich mir die Hähne so ansehe, dann würde ich zu einem Maske Schwarzwange nicht Nein sagen. :lachen:

      Ich habe auch so eine Federdose, das ist wohl weit verbreitet. :D

      Leider habe ich absolut keine Ahnung, wie es zu dem Federverlust von grauen Schwarzangenhahn kommt. Das ist schon eher mysteriös. Ich glaube nicht, dass es an der Farbe liegt, Masken sind vom Verhalten her nicht anders, als andere.
      Die echten Weißen können unter Umständen schwierig sein, weil sie sich für andere Zebrafinken "komisch" verhalten, wenn sie rein unter Weißen aufgewachsen sind. Es kann auch sein, dass sich WEiße und andersfarbige nicht als Artgenossen erkennen.
      Wiegesagt, kein Problem bei den Masken.

      Sorry, dass mir auch nicht mehr dazu einfällt.

      Ach ja, kannst du noch ein Foto vom "Grauen" machen? Ich glaub der ist nicht Grau, der wirkt eher wie ein Hellrücken in dem Bild.
    • @Chrysoperla
      Danke für deine ausführliche Erklärung. :danke: Jetzt weiß ich wenigstens, welcher Farbschlag die Henne ist. :D
      Bilder des Hahns habe ich direkt mal gemacht. Allerdings sind die nicht ganz so schön, wie die der Henne.


      Chrysoperla wrote:

      Ich bin sehr angetan von den Farben.
      Also wenn du Interesse hast: Ich habe hier 2 Jungvögel, die gerade ausfärben. Ein Hahn und eine Henne. :D


      Chrysoperla wrote:

      Ich erspare dir die Vererbung und den Zusammenhang mit dem Farbschlag Hellrücken, außer du bist interssiert daran
      Interessieren würde es mich schon. Denn bisher sind ja immer nur die Maske Grau rausgekommen bei der Nachzucht. Mein Züchter meinte allerdings, dass sich eigentlich das Grau durchsetzen müsste. Wobei er ja nur auf dem ersten Blick grau ist. Die Flügel schimmern zum Teil etwas bräunlich. Aber nur, wenn er direkt unter der LED-Leiste in der Voliere sitzt. Leider habe ich kein Foto mehr davon gefunden, obwohl ich definitiv irgendwo noch eins davon haben muss... :grübel:

      Schwarzwangen wollte ich eigentlicht nicht unbedingt. Es gibt andere Farbschläge, die mich eher begeistern. ;) Aber irgendwie habe ich mich dann doch irgendwie in sie verliebt, als sie bei mir eingezogen sind. :lachen:
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    • Ich lebe in Österreich und viele Stunden Autofahrt von der deutschen Grenze entfernt. Vogeltausch ist für mich leider so gut wie nie möglich.
      Viele Arten und Farbschläge gibt es hierzulande gar nicht, das ist oft ärgerlich.

      Ja, der Hahn ist ein Hellrücken (in Grau).


      Bei Menschen gibt es einige geschlechtsgebundenen Erbkrankheiten. Rotgrünblindheit ist eine, auch die Bluterkrankheit (durch Inzest bei manchen Känigsfamilien weit verbreitet) gehört dazu.
      Der Ort der Mutation, die zu diesen Erbkrankheiten führt, ist nicht auf einem "normalen" Chromosom (Autosom) sondern auf dem Geschlechtschromosom X.
      Da Männer XY und Frauen XX sich darin unerscheiden, wie viele X Chromosomen sie haben, ist der Erbgang je nach Geschlecht verschieden.

      Bei Vögeln haben die Hennen die xy Chrmosomen und die Hähne die xx (eigentlich ist es ein wz System, aber das ist praktisch irrelevant).

      Hellrücken und Maske vererben beide geschlechtsgebunden und sie sind auch noch Allele eines Gens. Das heißt beide Mutationen sind unterschiedliche Mutationen ein und desselben Gens.
      Um es interessant zu machen gib es auch noch 3 verschiedene Arten, wie die Masken Mutation ausgeprägt sein kann (wie gesagt, Schwarzaugen, Rotaugen, Masken-Albino, Schwarzaugen sind dominant über Rotaugen und die über Albino).
      Das habe ich oben glaub ich eh schon geschrieben.

      Die Vererbung ist dementsprechend etwas tricky.
      Normal Grau ist grundsätzlich dominant über Hellrücken und Hellrücken dominat über Maske.
      Ein grauer Hahn kann spalterbig in Hellrücken oder Maske sein, oder auch beides zugleich.
      Eine Henne ist bei geschlechtsgebundenen Mutationen immer reinerbig. Sie kann dann grau oder Hellrücken oder Makse sein. What you see is what you get sozusagen.
      Man braucht nur ein mutiertes Gen für eine Hellrücken oder Maskenhenne, da Vogelweibchen XY Geschlechtschromosomen haben, genau umgekehrt wie bei den Menschen.
      Für einen Masken oder Hellrücken Hahn braucht man dagegn zwei mutierte X Chromosomen, das bedeutet im Fall der Masken, dass der Vater ein Masken Gen braucht (er könnte auch ein Grauer oder Hellrücken spalterbig in Maske sein) und die Henne Maske sein muss, um Masken Hähne zu bekommen.

      Es gibt da ein online Programm, das es auch als App gibt: Zebrafinch Calculator
      Da kannst du die meisten Verpaarungen anschaulich ausrechnen lassen. Ich liebe dieses Programm, gerade bei komplizierteren Verpaarungen, wenn man mehrere Mutationen kombinierne will, ist es eine Hilfe.
      Die Abkürzung für Maske Grau Schwarzauge ist: CFW (Regular), für Rotaugen: CFW (Continental), Hellrücken ist LB

      Da du nur Schwarzwangen hast, musst du das nicht extra angeben, weil ohnehin alle Schwarzwangen sein werden. Es gibt auch noch drei Sorten von Schwarzwangen, aber die stehen nichtmal im Programm. Muss man nicht wissen.

      Ich denke, Mendel hätte seine wahre Freude an Zebrafinken gehabet, so viele unterscheidliche Mutatationen es bei ihnen gibt.
      Viel Spaß beim Probieren mit dem Programm.

      Ach ja, die Farbe Braun (meine persönliche Lieblingsfarbe) vererbt auch geschlechtsgebunden.
      bei Zebrafinken gibt es zwei Grundfarben, Grau und Braun. Demnach gibt es jede andere Mutation in der Grauserie und der Braunserie. Hellrücken oder Maske Braun sind sehr viel selteren als die aus der Grauserie.
    • @Chrysoperla
      Danke für die ausführliche Erklärung. Die Vererbungslehre habe ich in Bio immer geliebt. :lachen:

      Verstehe ich das jetzt richtig und das Grau verfärbt sich nur geschlechtsspezifisch? Oder habe ich da etwas missverstanden?

      Ich habe hier nämlich ein junges Hähnchen zu sitzen (aufgezogen von Binsenastrilden), dass eigentlich nur die beiden Zebrafinken als Eltern haben dürfte. Er sieht aber aus, wie die Henne.... also, noch nicht. Er mausert derzeit noch. Ich hatte hier aber zwischenzeitlich noch ein anderes Pärchen Zebrafinken (beide Maske grau mit Schwarzwangen und Gelbschnabel). Der Kleine hat derzeit auch einen verdächtig hellen Schnabel. Ob er manchmal doch von den beiden abstammt? Merkwürdig ist allerdings, dass die beiden nur zum Trinken die Voliere betreten haben. Also warum unbedingt zum Eier legen? Und noch dazu nur um eins zu legen? :hmm:


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Verfärbt is gar keine so schlechte Bezeichnung.
      Zebrafinken haben zwei Pigmentsorten, eine heißt Eumelanin und ist schwarzbraun, die andere Phäomelanin und ist rotbaun.
      Je nach Muationen verändert sich die Ausprägung und das Verhältnis zwischen beiden.

      Bei Schwarzwange wird das Rotbraun der Wangen und Flanken durch Schwarz ersetzt. (Und bevor du fragst, es gibt eine Variante, da werden nur die Wangen schwarz, wie bei deinem). Alle Zeichnung ist schwarz
      Genau umgekehrt funktioniert Rotbrust, das die schwarze Zebrazeichnung von Brust und Schwanzbänderung durch rotbraun ersetzt. Alle Zeichnung ist rotbraun.
      Bei Weißbrust verschwindet die schwarze Farbe auf der Unterseite komplett. Keine Brustbänderung mehr da und kaum noch Schwanzbänderung. -> Die komplete schwarze Zeichnung ist weg.

      Es gibt beim Zebrafinken Mutationen, die sich mehr auf die Rückenfarbe und andere, die sich mehr auf die unterscheidlichen Teile der Zeichnungsfarbe auswirken.
      Schwarzwange, Rotbrust und Weißbrust verändern mehr die Zeichnung, Braun, Hellrücken und Maske mehr die Rückenfarbe.

      Grau gilt als die Wildfarbe, alles andere ist Mutation. Grau kann man als Grundfarbe sehen.
      Auch Braun ist eine Mutation der Wildfarbe, sie bildet aber eine weitere Grundfarbe.
      Es gibt jede einzelne Mutation und Mutationskombination in der Grauserie und in der Braunserie. Die Mutationen der Braunserie sind dabei immer wärmer und heller gefärbt, als die der Grauserie.
      Ich würde sagen, dass 90% aller Hellrücken und Masken aus der Grauserie stammen, weil die Braunserie nicht so spektakulär anders aussieht und man braucht Glück beim gentischen Roulette um überhaupt welche zu züchten.

      Zebrafinken betreiben auch Brutparasitismus, das wusste ich bis vor ein paar Monaten selbst nicht. Manche Hennen legen einzelne Eier in andere Nester und lassen dort ausbrüten.
      Gelbschnabel wird ganz normal rezessiv vererbt, jeder Vogel kann unbemerkt die Anlage dafür tragen, man sieht es ihm nicht an.

      In Sachen Muationen lebt ihr in Deutschland schon im Schlaraffenland.
      Ich habe noch nie einen Gelbschnabel in echt gesehen, quasi unmöglich hier bei mir an einen zu kommen. Theoretisch habe ich einen im Zoofachhandel gesehen, aber der war so jung, dass ich mir nicht sicher bin, ob es nicht einfach ein junger Vogel mit blassem Schnabel ist.