Diamantfinken – eine Geschichte mit Happy End

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    • Diamantfinken – eine Geschichte mit Happy End

      Inspiriert vom Eintrag „Piepsendes Osterglück, wollte ichEuch eine kleine Geschichte erzählen, die mir in diesem Jahr passiert ist.

      Ich bin mittlerweile schon eine ganze Weile auf der Suche nacheinem Grünen Tropfenastrilden Hahn und schaue auch immer mal wieder beiebaykleinanzeigen danach, weil ich letztes Jahr darüber Kontakt zu einem Halterhatte. Mittlerweile werden bei ebaykleinanzeigen auch Vorschläge mit ähnlichenSuchen gemacht und so wurde mir eine Anzeige vorgeschlagen, in der ein PärchenDiamantfinken angeboten wurden. Der Standort war Münster, also bei mir um dieEcke. Ich habe mir die Anzeige durchgelesen und die Bilder angeschaut und warein bisschen betroffen. Die Beiden waren in einem desolaten Zustand. DasWeibchen, oder zumindest der Vogel den ich dafür hielt war struppig undverdreckt, der Käfig eine Zumutung und das Futter eigentlich für Kanarien.
      Ich habe die Anzeige gespeichert und erst mal nicht weiter an die Beidengedacht. Leider hatten wir dann auch noch einen Todesfall in der Familie unddann war das Thema für mich komplett vergessen.

      Da, sobald Änderungen der Anzeige stattfinden, die App vonebaykleinanzeigen eine Mitteilung versendet, habe ich an einem wirklich kaltenMittwoch Anfang März eine Nachricht bekommen, das der Verkäufer den Textergänzt hat. Neugierig wie ich in solchen Fällen bin habe ich den Text geöffnetund konnte meinen Augen nicht trauen, die Ergänzung lautete: Vögel kommen ausAußenhaltung/ Balkon. Mittwoch ist immer mein freier Nachmittag und so war nachkurzer Rücksprache zuhause, klar ich kontaktiere den Verkäufer und muss michkümmern. Innerhalb einer Stunde bin ich dann zu ihm und meine Befürchtungenwurden voll bestätigt. Die beiden Diamantfinken saßen bei 2°C Außentemperaturin einem kleinen Käfig auf dem Balkon. Der Käfig war mit Plastikfolienotdürftig abgedeckt und die Finken saßen zusammengekauert in einem von Durchfallgetränkten Nest. Spätestens zu dem Zeitpunkt war klar, die Beiden müssen mitegal wie und so schnell wie möglich. Man muss dazu sagen, ich halte seit ca. 20Jahren keine australischen Prachtfinken mehr und schon gar keine rabiatenArten. Gesagt getan. Ich habe dem Verkäufer, der auch Kanarienvögel hielt, diein einem sehr guten Zustand waren, die Summe Geld bezahlt die er im letztenHerbst auf der Vogelbörse in Lingen dafür bezahlt hat und danach sofort die Beidenaus dem Käfig herausgefangen und nach Hause gebracht. Laut Verkäufer sind diebeiden den ganzen Winter draußen gewesen und top fit….

      Zuhause angekommen habe ich sie dann in den vorbereitetenQuarantänekäfig umgesetzt und sie erst mal mit allem Notwendigen versorgt. Siewaren ausgehungert und Durst hatten sie auch. Ich war überrascht wie schnellsie anfingen sich zu erholen und wie munter sie wurden. Abends waren sie schonso weit, dass die Beiden ihr Gefieder schon wieder einigermaßen gut im Griffhatten. Am nächsten Morgen habe ich dann noch vor der Arbeit das Weibchen mitlauwarmem Wasser gebadet, um die Kotreste aus dem Gefieder zu entfernen und dieKloake frei zu kriegen. Dabei habe ich dann Luftsackmilben festgestellt, die ichabends noch behandelt habe. Um die Leber zu unterstützen habe ich B-Vitaminegegeben
      Der Hahn hat bereits am zweiten Abend wieder wie ein Wilderangefangen zu singen und die nächsten Wochen waren die beiden wieder fasthergestellt. Da die Finken bei dem Vorbesitzer immer in einem Nest geschlafenhaben, dacht ich mir, dass es vielleicht eine gute Idee wäre Ihnen auch einsanzubieten. Gesagt getan, Kanariennest und etwas Nistmaterial in den Käfiggehängt bzw. gelegt und dann…… nichts.

      Ende März bin ich für eine Woche nach New York verreist undmeine Schwiegereltern sind bei uns eingezogen und haben die Vögel versorgt. DieBeiden sind mittlerweile echt fit darin und ich habe mir keine Sorgen gemacht.Umso größer die Überraschung bei unserer Heimkehr. Die beiden Diamantfinken imQuarantänekäfig haben ein riesiges Nest gebaut und weil sie so fleißig warenhat mein Schwiegervater ihnen noch mehr Baumaterial gegeben. Im Nest befandensich zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Eier und am folgenden Tag kam das sechsteEi dazu, ab da hat das Weibchen fest gebrütet.

      Für mich war das eine kleine Katastrophe, da die Vögel a.noch in Quarantäne saßen, b. ich die Beiden eigentlich in gute Hände hätteweitergeben wollen und c. nach der Vorgeschichte die Beiden Erholung dringendnötig hatten.
      Jetzt war es passiert, das Pärchen kam mit seinem kleinenKäfig, den Eiern, dem Futter und der Situation so gut klar, dass ich sie habegewähren lassen. Schlußendlich ist am Ostersonntag das erste Küken und amzweiten Ostertag das zweite Küken geschlüpft. Eins der beiden ist leidergestorben, aber das andere ist mittlerweile ein kräftiger kleiner Vogel, derdie nächsten Tage wohl das Nest verlassen wird.

      Sobald er selbstständig ist, werde ich die drei wohl trennenund mir dann Gedanken machen müssen wie es weitergeht. Eine zweite Brut wird esdiese Saison jedenfalls nicht geben. Zum Glück haben wir etwas Platz zu Hause…..
      :diamantfink: :diamantfink: :diamantfink:
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      Schöne Geschichte. Ich könnte auch immer nur schwer an solchen Vögeln vorbei.

      Ist schon erstaunlich, wie wenig Rücksicht Vögel darauf nehmen ob uns eine Brut gerade sinnvoll erscheint. :hihi: Hatten sich wohl gedacht, besser wie hier kann es nicht mehr werden, also los geht's. :lachen:
      Aber das nur zwei Küken geschlüpft sind und eins scheinbar nicht kräftig genug war um zu überleben, zeigt schon das die vorherige schlechte Haltung ihre Spuren hinterlassen hat.
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine: