Gouldamadine und Freiflug?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Gouldamadine und Freiflug?

      Hallo! :)

      Ich bin's mal wieder. Wie manche vielleicht noch wissen, ist vor ca. 2 Monaten meine Gouldamadine wohl an den Spätfolgen ihres Schädel-Hirn-Traumas gestorben.
      Daraufhin habe ich mir ein neues Weibchen geholt, damit in meinem kleinen "Schwarm" wieder ein Gleichgewicht herrscht, was die Geschlechter betrifft. Das Amadinchen hat sich auch sehr gut eingelebt.

      Nun habe ich neben den paar Amadinen auch Kanarienvögel. Diese leben allerdings nicht mit in der Voliere, sondern haben ihren eigenen großen Käfig. Selbstverständlich kriegen meine Kanarien auch Freiflug. Und da jeder Kanarie mehr oder weniger zahm ist, klappt das auch sehr gut.

      Und zum Freiflug hätte ich nämlich eine Frage: Es hat sich nämlich herausgestellt, dass die neue Amadine nicht nur durch die kleine Öffnung für die Badewanne herausfindet, sondern auch wieder ganz von alleine in die Voliere zurückkehren kann.
      Das Ganze habe ich eher durch Zufall herausgefunden, als ich das Badewannenwasser gewechselt habe. Die Gouldamadine war da aber nur ca. 10min draußen, bis sie wieder in die Voliere zurückgeflogen ist. Erst letztens habe ich dann wieder ein mal die Badewanne abgenommen, und dann ist sie wieder für eine Viertelstunde (unter "Aufsicht" ;) ) raus, hat sich neugierig das Zimmer angeschaut, und ist wieder zurück.

      Nun frage ich mich, ob ich das kleine Amadinchen zusammen mit meinen Kanarien auch ohne "Aufsicht" länger in den Freiflug lassen kann. Das Zimmer an sich ist vogelsicher, an den Wänden sind schöne, große Äste befestigt und es gibt Sachen wie z.B. einen "Kletterbaum".
      Allerdings wird ja immer davon abgeraten, seine Amadinen in den Freiflug zu lassen. Auch habe ich ein wenig Bedenken, wegen meinen Kanarien. Würden die sich überhaupt verstehen? Oder gäbe es da Streitereien zwischen den beiden Arten? Würde sich die Gouldamadine vielleicht wegen der Kanarien gestresst fühlen?
      Auch habe ich im Zimmer an manchen Stellen ein wenig Futter für die Kanarien. Es gibt z.B. Hirse, was für die Amadine ja eigentlich kein Problem sein sollte, aber es gibt auch ein kleines Schälchen mit Kanarienfutter. Das dürfen die Amadinen ja nicht essen, also sollte ich dieses entfernen, falls das mit dem Freiflug klappen sollte?

      Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir meine Fragen bzgl. des Freiflugs für meine Amadine beantworten könntet. Denn es scheint ihr ziemlich zu gefallen, sich so im ganzen Zimmer aufhalten zu dürfen. :D

      Viele Grüße!
    • Hi,

      also ich hatte ganz am Anfang auch Goulds und die hatten zusammen mit meinen Mövchen auch Freiflug. Jedoch neigen die Goulds zu halsbrecherischen Flugmanövern und wären regelmäßig gegen die Fensterscheibe geprallt, hätte ich davor nicht mein Doppelrollo heruntergedreht (meine Mövchen drehen übrigens stets kurz vor der Scheibe ab, auch ohne Rollo). Die Goulds würde ich niemals ohne Aufsicht fliegen lassen im Zimmer. Dafür sind die zu "halsbrecherisch" unterwegs.
      Bei dem "Versuch" sie mit den Kanarien fliegen zu lassen, wäre ich ebenfalls vorsichtig. Nicht dass die Goulds nachher bei den Kanarien in der Voliere sitzen oder umgekehrt (die Kanarien bei den Goulds). Meine Goulds waren damals anfangs recht vorsichtig und brauchten einige Tage ehe sie sich in den Freiflug stürzten. Sie saßen dann allerdings auch überall, wo es ihnen passte... sei es auf der Wäscheleine, der Tür oder sonstwo. Da könnte auch mal ein Unfall passieren, wenn sie sich an die falsche Stelle setzen, weshalb unbeaufsichtigter Freiflug absolut nicht zu empfehlen ist.
      Meine Mövchen beaufsichtige ich mittlerweile auch nicht mehr groß beim Freiflug. Die setzen sich aber auch nicht überall hin, wo sie nicht sollen. Das höchste der Gefühle sind mal auf die Gardinenstange oder auf meine Stehlampe... Bzgl. des Futters der Kanarien bei Goulds kann ich nichts sagen, nur wäre ich da gerade am Anfang des Freiflugs vorsichtig. Selbst heute noch, nach fast einem Jahr Freiflug gebe ich den Mövchen draußen nichts zu fressen, weil ich Angst hätte, dass sie sonst gar nicht mehr in den Käfig hinein gehen.


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Ich kann dir vom Freiflug meiner Binsen berichten. Goulds habe ich nicht. Aber Binsen sind ja auch Prachtfinken und den Goulds recht ähnlich, nur nicht so bunt... ;-)
      Mir wurde ursprünglich vom Freiflug abgeraten, weil die Binsen ja gar nicht handzahm werden (sind vom Verhalten ein bisschen wie Sperlinge). Nach ein paar Wochen habe ich es jedoch probiert und kann nur Bestes davon berichten. Ich würde sie nie mehr nur im Käfig halten. Sie lieben das Fliegen so sehr und verhalten sich im Freiflug wirklich vorbildlich.
      Ich gebe ihnen draussen kein Futter, so dass sie wenn sie fressen wollen zurück in den Käfig gehen. Da sie Schwarmtiere sind, sind sie dann jede halbe Stunde mal wieder zum Knabbern im Käfig. Wenn ich weggehen muss, mache ich dann einfach rechtzeitig zu und alle bleiben brav im Käfig. Allerdings lasse ich sie nur raus, wenn ich daheim bin (da beaufsichtige ich sie aber nicht, sondern die machen ihr Ding und flattern fröhlich zwitschernd durch die Gegend). Einmal musste ich überraschend schnellweggehen und konnte nicht abwarten, dass sie in Käfig gehen. Da habe ich sie freifliegen lassen und kam erst nachts heim und hatte Sorge, dass ich sie dann in der Dunkelheit einfangen muss oder im Finsteren panisch rumflatternde Vögel habe. War aber nicht so. Sie sassen alle brav im Käfig und schliefen an ihren üblichen Schlafplätzen. Ich musste nur mehr das Türchen schliessen.
      Ich habe vier Binsen und einer trödelte gerne rum bei der Rückkehr in den Käfig. Das habe ich ihm so abgewöhnt, indem ich das Türchen geschlossen habe, sobald die drei ein paar Minuten im Käfig waren und der vierte nicht bald mal nachzog, damit mir nicht die anderen wieder ausbüchsen. Dann habe ich den kleinen Transportkäfig mit Futter und Wasser daneben hingestellt, damit der vierte nicht verhungert. Und sobald der da drinnen war, habe das Türchen vom Transportkäfig geschlossen und ihn entweder mal eine Nacht da drin gelassen oder ihn mit der Hand rausgefangen und zu den anderen in den grossen Käfig gesetzt. Jedenfalls hat ers bald mal kapiert und schaut jetzt immer, dass er nicht trödelt. ;-) Ich brauchte jedenfalls nie einen Kescher, um sie wieder zurück in den Käfig zu bringen.
      Ich habe viele Zimmerpflanzen und die Binsen halten sich nur dort auf. Knabbern nichts an (ausser Golliwoog und Küchenkräuter, was von mir eh gewünscht ist) und machen auch erstaunlich wenig Kotflecken. Sie koten nur, wenn sie auf Ästen einer bestimmten Dicke sitzen. Das sind ein paar Plätze, die ich entsprechend schütze, z.B. steht an einer Stelle das Gästesofa, da lege ich einfach alte Schal-Tücher drüber, wenn sie freifliegen, die ich dann einfach immer bei jeder Wäsche mitwasche. Und wenn Gäste da sind, nehme ich die Tücher ab und die Binsen sitzen im Käfig ;-) Fensterbänke muss man halt abwischen, da landet auch fallweise Batzerl.
      Damit sie nicht in andere Zimmer, wo ich sie nicht haben will, fliegen, reicht ein Fadenvorhang im Türrahmen, den ich um 5€ gekauft habe. Der wirkt für sie wie eine Barriere. Vors Fenster kommt im Sommer aber trotzdem ein Gitter, da ist mir der Fadenvorhang zu wenig sicher, aber in den Wohnräumen geht das mit Fadenvorhang sehr gut. Einmal hat eine Binse sich reingewagt, da habe ich sie mit Klatschen vertrieben. Dann kamen sie nie wieder. ;-)
      Die Binsen waren anfangs recht vorsichtig beim Freiflug. Haben da oft eine Art Helikopterflug verwendet, wo sie quasi in der Luft stillstehen, um alles zu begutachten. Ist für sie eine sehr anstrengende Art zu fliegen und machen sie nur bei Ersterkundungen. Dadurch sind sie nie wirklich gegen die Fenster oder Gegenstände geflogen. Fallweise sind sie mit den Flügeln etwas angestreift. Haben sich aber nie etwas getan und nach 2-3 Tagen wussten sie ganz genau, wo sie abbremsen müssen. Allerdings würde ich sie nie in Panik versetzen, denn dann würden sie möglicherweise gegen die Fenster fliegen. Ich lasse sie immer nur raus, wenn kein Besuch da ist oder sonst irgendeine Hektik ausbrechen könnte. Sie machen manchmal wilde Flugmanöver (immer als 4er Geschwader), ganz nah an unseren Köpfen oder Zimmerpflanzen vorbei, aber sie wissen immer genau, was sie tun.
      Wünsche deinen Vögeln viel lustigen Freiflug. Meine lieben es. Meine Binsen betteln nie nach Futter, aber immer nach Freiflug, wenn sie hören, dass ich ins Wohnzimmer komme ;-)
    • Hi GosHawk,

      Freiflug für Gouldamadinen würde ich nur riskieren wenn ein Vogelzimmer vorhanden ist, wo man alle Gefahrenquellen ausgeschaltet hat. Da kann man sie auch zusammen mit den Kanarien fliegen lassen, falls es nicht zu viele sind.
      Im normalen Wohnzimmer gibt es einfach zu viele Gelegenheiten für Unfälle, an die man manchmal gar nicht denkt. Das kann viele Monate gut gehen, doch dann ein unbedachter Moment und es ist passiert. Goulds erschrecken sich auch schnell mal über irgendwas und fliegen dann blind drauf los.

      Deine neue Amadinenhenne scheint Freiflug schon gewöhnt zu sein, sonst würde es nicht so schnell wieder in den Käfig finden. Die meisten Vögel muss man dann erst mühsam mit dem Kescher einfangen und zurück in den Käfig setzen. Was für ein Stress.
      Klar gefällt es den Vögeln, wenn sie sich mal "ausfliegen" können. Aber das ist auch ein Zeichen dafür das die Unterbringung zu klein ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn die Voli groß genug ist, dann haben die Goulds nicht das geringste Bedürfnis draußen auf Wanderschaft zu gehen. Die Gouldamadinen gehören eher zu den sicherheitsliebenden Tieren, die lieber ihre gewöhnte Umgebung bevorzugen. :hot:
      VG
      :jap.mövchen: :gouldamadine:

      The post was edited 2 times, last by kleinesLicht ().

    • Meine Vögel hatten früher auch Freiflug.

      m.youtube.com/watch?v=9A0IN2QfSAc

      m.youtube.com/watch?v=rtF-WXbNkyo

      Es war aber dann so, dass die Vögel nicht mehr rein wollten in ihren Käfig. Nur zum Fressen sind sie rein, aber dann immer in Grüppchen. Nie waren allen zusammen drin. Überall fand ich Eier :( . Das war nicht besonders schön. Als es dann auch zu Unfällen kam, baute ich um.
      :dornastrild: Liebe Grüße Sternchen :gemalte: :schönbürzel:
    • Wow, das sind ja richtig viele Goulds im Freiflug... Ehrlich gesagt wären mir das zuviele Vögel, die sich frei bewegen ;-) Ich habe nur vier Binsen, die rumschwirren und eigentlich nur von Zimmerpflanze zu Zimmerpflanze fliegen, dadurch stören sie nicht und beleben den Raum durch ihr fröhliches Zwitschern und Flattern... Bisher kehren sie immer brav in den Käfig zurück zum Fressen und Baden. Als Schwarmtiere bleiben sie auch halbwegs zusammen, den Nachzügler habe ich eh oben beschrieben: den habe ich einfach ausgesperrt. In der Natur würden solche Nachzügler von Fressfeinden gefressen, da kann man ruhig mal hart sein, damit sie es lernen ;-)
      Es gibt übrigens eine simple Methode, um den Käfig wieder attraktiv zu machen und sie zur Rückkehr oder zu häufigeren Käfigaufenthalt zu animieren: einfach die Türchen schliessen, wenn sie draussen sind. Da sind sie echt verblüfft, wenn sie nicht reinkönnen und kleben am Gitter. Und wenn dann die Türchen nach ein paar Stunden wieder aufgehen, dann bleiben sie gern auch drinnen... ;-)
    • Wir haben jetzt den Versuch gewagt und das halbe Wohnzimmer, die großen Fenster und die Zimmertür mit Bettlaken abgehängt, um den Kleinen Flugmöglichkeiten zu geben... nicht ein Mal sind sie freiwillig raus. Nur als sie sich mal erschreckt haben und einer ausversehen aus der Tür geflogen ist.

      Jetzt habe ich auf Anraten des TA die restlichen Hennen wegen Ungleichgewicht in Schwarm (7:3) vereinzelt und in einen anderen Kafig gesetzt und ZACK! die Hähne wagen sich nach draußen... und kleben am Kafig der Hennen. :D Viel mehr ist nicht. Fliegen scheint die nicht so zu interessieren. Die Hennen sind interessanter.

      Ohne abgehängte Fenster wäre es mir aber zu gefährlich, da die Kleinen beim Schwarmeffekt nicht mehr auf ihre Umgebung achten und sowieso immer zum Licht fliegen. Diese Unfälle möchte ich vermeiden. Wir probieren das erst seit ein paar Tagen. Und wir lassen sie auch alleine im Raum, damit sie sich daran gewöhnen können. Futter gibt es nur im Käfig und vor der Schlafenszeit wird auch wieder abgesperrt.

      Ich hoffe dass es sich noch positiv entwickelt, auch wenn wir in der Zeit wie im Beduinenzelt leben.

      Ein Punkt, der die Vögel vom Fliegen abhält ist gegebenenfalls die Lichtsituation. Im Käfig ist es durch die LED viel heller als im Rest des Raums, besonders jetzt im Winter.
    • Das mit dem Freiflug braucht seine Zeit. Wichtig ist, es kontinuierlich am besten jeden Tag zur gleichen Uhrzeit anzubieten.

      Bei meinen Vögeln hat es auch eine Weile gedauert bis sie sich getraut haben zu fliegen. Eines meiner Mövchen brauchte 3 Monate ehe es sich das erste Mal traute mit den anderen zu fliegen. :lachen:

      Es ist gut, dass du bei deinen Goulds so gut aufpasst, dass sie nicht irgendwo gegenfliegen können. :thumbsup:


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Hallo Ghost hawk,

      Ich hatte früher Kanarien und Goulds zusammen in einer großen Voliere im Zimmer da gab es keine Probleme. Jetzt habe ich nur noch einen kanarienhahn und der sitzt separat bei den beiden Zebrafinken.

      Im Kinderzimmer meines Sohnes habe ich jetzt ein Vogelzimmer eingerichtet da können die goldbrüstchen und schmetterlingsfinken sowie die Goulds frei umherfliegen ich habe die Türchen der Voliere Tag und Nacht offen. Mir geht es aber so wie Sternchen ich finde Eier überall :lachen: interessant finde ich wo sie überall ihre Nester bauen das ist einfach zum schmunzeln. Vor den Fenstern habe ich um Unfälle zu vermeiden einmal Fenster Gardinen und zusätzlich noch die Fadengardinen. Will jetzt warten bis sie mit brüten fertig sind weil ich zwischen Weihnachten und Neujahr nicht zu Hause bin da müssen sie in die Voliere zurück und eine Woche ohne Freiflug auskommen. Ansonsten genießen Sie ihre Freiheit in dem Zimmer.
    • Meine Binsen sind mittlerweile 24/7 im Freiflug, d.h. das Wohnzimmer wurde zum Vogelzimmer. Fressen gibts aber weiterhin im Käfig, so dass ich sie dort bei Besuch oder Handwerkern in der Wohnung einsperren kann (was sie dann auch brav erdulden, ohne Ausbruchsversuche oder ohne am Türchen zu kleben). Alle 1-2 Tage schliesse ich sie auch kurz in den Käfig, um mir ihr Gefieder und ihre Füsse in Ruhe anzusehen, ob alles okay ist. Ansonst kann ich vom Freiflug nur das Beste berichten: sie fliegen fröhlich zwischen meinen vielen Zimmerpflanzen (wir nennen das Wohnzimmer Dschungel) hin und her. Würde man die Strecken, die sie zurücklegen zusammenzählen, dann sind das sicher hunderte Meter pro Tag und sie geniessen es, indem sie fröhliche Flugmanöver machen und laut zwitschern, bevor sie ein Nickerchen in den Baum-Ästen machen. Und da es nur 4 Tiere sind halten sich auch Eier in Grenzen: sie hätten im Käfig ein Nest, wenn sie brüten wollten, aber das tun sie nicht. Lieber fliegen sie frei...
      Am Anfang wars aber auch ein langsamer Prozess: Binsen sind seeeehr vorsichtig. Bis sich da mal der Erste aus dem Käfig gewagt hat, sind Tage vergangen. Dann ist immer abwechselnd einer raus, immer nur kurz. Das ging etwa eine Woche so. Erst dann haben sie sich alle gemeinsam rausgewagt. Und auch noch extrem vorsichtig und mit Rückzug, sobald ihnen was nicht geheuer war und mit viel Helikopter-Flug (quasi an der Stelle stehen), um alles genau zu erkunden. Es ist natürlich gut alle Vorkehrungen für den Vogel-Freiflug zu treffen, aber rückblickend hätte es vieles nicht gebraucht, weil die Binsen selbst so vorsichtig sind, dass eigentlich nichts passieren kann (Ausnahme: Erschrecken darf man sie natürlich nicht, weil dann reagieren sie möglicherweise kopflos). Etwa nach zwei Monaten waren sie richtig souverän im Freiflug. Anfangs sind sie zum Schlafen noch in den Käfig, weil sie sich dort sicherer fühlen. Nach einem weiteren Monat hatten sie ihren Schlafbaum erkoren, den sie bis heute lieben und wohin sie sich bei Einbrechen der Dunkelheit verziehen. Heute könnte ich es mir gar nicht mehr vorstellen, sie im Käfig zu halten. Habe ich sie früher noch bei jedem Besuch eingesperrt, damit sie von Besuchern und deren möglichen hektischen Gesten nicht erschreckt werden, brauche ich das heute nicht mehr. Sie wissen, dass sie in den oberen Ästen der Bäume in Sicherheit sind und ziehen sich notfalls dort zurück (hoher Altbau, da kommt kein Mensch ohne Leiter rauf). Nester bauen sie nicht. Sie kriegen aber auch kein Nistmaterial und das Nest aus dem Käfig ins Freie zu versetzen, auf diese Idee kommen sie (gottseidank) nicht. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Binsen keine guten Nest-Bauer sind...

      Bereiche der Wohnung, wo ich keine Binsen haben will, sind mit Fadenvorhang bzw. Magnet-Terrassentür-Mückennetz getrennt. Das funktioniert. Sie respektieren das und bleiben in ihren Bereichen. Bevor ihr Bettlaken überall rumhängen lasst, wäre es doch leichter billige Fadenvorhänge (gibts bei uns um 3-5€) dort aufzuhängen oder mit Kinder-Fingerfarbe die Fenster so zu bemalen; wenn da Striche oder Punkte drauf sind, dann verstehen sie schon, dass das eine Barriere ist.

      Das einzige, was vielleicht beim Freiflug lästig ist, dass du täglich den Boden wischen musst. Aber da habe ich mit dem runden Wischmop mit Schleuder gelöst: das Ding ist extrem bequem und man macht sich nicht mal die Hände nass...
      amazon.de/dp/B01N27O2XG/ref=as…a-420075207004&th=1&psc=1
      (Kriegt man natürlich überall, nur damit man das Bild sehen kann)

      Viel Vergnügen mit dem Freiflug deiner Vögel!
    • @Heidi Wien
      Dein Dschungel interessiert mich sehr. Welche Pflanzen hast du in deinem Zimmer? Werden diese von deinen Vögeln angeknabbert?

      Auch meine Zebrafinken und Mövchen haben den ganzen Tag lang Freiflug.
      Bei mir klappt der Freiflug mittlerweile so gut, dass ich einzig das Hauptfutter in der Voliere füttere, Kolbenhirse hänge ich aber prinzipiell im Wohnzimmer auf, was ebenfalls keine Probleme macht.

      Wischen brauche ich trotz der 9 Vögel, die hier wild umherflattern, glücklicherweise nur max. 2-mal die Woche. Sämtliche Plätze, wo oft Kot fällt, habe ich mittels Unterlagen (für Schreibtischstühle) geschützt. Diese reinige ich dann halt öfter.
      Was mich ein wenig nervt, ist das tägliche Staub saugen. Denn meine Finken haben die Angewohnheit, alles umherzuschleppen und fallen zu lassen, wo es nicht hin soll. Gefühlt habe ich täglich die komplette Einstreu aus der Voliere auf dem Dielenboden verteilt. Mittlerweile kennen meine Vögel das "Monster" auch, verkriechen sich auf die Voliere, wenn ich sauge und wenn das Ungetüm aus ist, sitzen sie auf dem Staubsauger und schimpfen vor sich hin. :hihi:

      Nachts verkriechen sich meine Vögel stets in die Voliere und schlafen dort. Bei warmen Temperaturen nutze ich dies und schließe die Voliere, um die Fenster zu öffnen, was besonders im Sommer echt von Vorteil ist.

      Mein Tipp bzgl. der Fensterscheiben sind Fensterbilder. Da gibt es richtig schöne, wie ich finde. :)


      :zf: :jap.mövchen: LG Jenny :gouldamadine: :binsen2:

    • Die Binsen knabbern gottseidank nicht. Mein "Baum" ist eine Geigenfeige. Die wächst sehr schnell (meine ist schon riesig und wie ein richtiger Baum im Wohnzimmer). Sie ist sehr robust und die Blätter sind eher hart und wie Lotusblätter gut abwischbar, wenn mal ein Klecks drauf landet.
      Als Schlafbaum haben sie sich einen Ficus Benjamina auserkoren. Da der möglicherweise giftig ist, hatte ich den anfangs nicht im Wohnzimmer/Vogelzimmer stehen. Aber sie sind so lange durch den Fadenvorhang geflogen (was sie total ungern tun), bis ich den Ficus ins Wohnzimmer stellte. Seitdem sind sie nie wieder durch den Fadenvorhang geflogen... Den Ficus haben sie sich also selbst erobert. Es ist ihr Schlafbaum, weil die Blätter offensichtlich ihrer Körperform so ähneln, dass sie nachts da drin kaum zu entdecken sind. Tagsüber gehen sie nicht rauf. Und giftig ist offensichtlich nur der Saft. Da sie nicht knabbern, ist alles stressfrei (nur fallweise muss der 1,5m Schlaf-Ficus unter die Dusche, um die Kleckse zu entfernen).
      Ihre Lieblingspflanzen sind Schirmpalmen. Die Stämme haben kleine Dornen. Hatte ich anfangs Sorge, dass sie sich daran verletzen, stellte sich raus, dass sie diese Dornen als Leitern oder zum drauf rumhüpfen nutzten. Auch auf den großflächigen Palmblättern (oben) sitzen sie gerne.
      Die Tomatenpflanzen lieben sie wegen der gebogenen Äste (Hätte ich schon längst entsorgt, weil abgeerntet, aber die Binsen mögen auch die alten eingetrockneten Äste als Kletteräste ;-)
      An den Küchenkräutern (Basilikum, Maggi-Kraut) knabbern sie fallweise gerne (offensichtlich wissen sie genau, was gut anzuknabbern ist und was nicht). Minze und Koriander mögen sie weniger. Sie sind dabei aber so diszipliniert, dass genug Kräuter zum Kochen übrig bleiben und ich die Kräuter nicht wegstellen muss.
      Insgesamt habe ich den Eindruck, dass sie instinktiv genau wissen, was für sie gut ist. Menschliche Essensreste interessieren sie überhaupt nicht. Das hatten wir anfangs als Gefahr gesehen.
      Bei mir bekommen sie Futter nur im Käfig, damit ich sie notfalls einsperren kann und auch weil ich die Spelzen nicht überall haben will.
      Auch mit den Klecksen ists viel einfacher als vorher gedacht: sie haben Lieblingsplätze und unter die lege ich alte Strandtücher, die ich alle paar Tage mit der 30min-Kurzwäsche reinige.
      Die Binsen schleppen eigentlich nichts durch die Gegend. Deshalb wische ich lieber als zu saugen (weil das so laut ist). Und mit diesem runden Schleuderset geht das Wischen extrem schnell (in 10 Min. bin ich fertig). Ich wische immer, während der Kaffee in der Espressomaschine fertig wird. Ist die tägliche Routine. ;-) Wahrscheinlich würde auch alle paar Tage reichen, aber so ists einfach frischer und es geht so schnell (schneller als mit den Staubsauger rumzurollen und anzustecken und all das). Dafür sauge ich nur 1x pro Woche.
      Für die Fenster brauche ich jetzt nichts mehr als Schutz. Wenn die Vögel sich mal auskennen, dann passiert da nichts mehr. Aber anfangs kanns nicht schaden (obwohl die Binsen so vorsichtig waren, dass es wahrscheinlich gar nicht nötig war).
      Im Sommer gibt es ein Gitter vor dem Fenster (habe ich noch von der Katzen-Zeit). Da zwitschern sie dann fröhlich mit den Vögeln im begrünten Innenhof. ;-)

      Seit ein paar Monaten haben wir auch zwei Eulen (Ringelastrilden, die die Harry-Potter-Kinder Eulen nennen). Die haben den Freiflug auch gleich von den Binsen gut gelernt, aber die haben ein paar Besonderheiten: sie schlafen abwechselnd im Feigenbaum und im Käfig (dort im Nest). Die Eulen schlafen nie im Schlafbaum der Binsen. Und anders als die Binsen haben sie eine seltsame Marotte: sie sitzen gern auf der Haarbürste und schauen sich im Vorzimmer in den Spiegel. Das machen beide Eulen. Die Binsen haben so was noch nie gemacht... ;-)
    • Oh, jetzt hätte ich fast die Lieblingspflanze der Binsen vergessen: irgendwann wollte ich eine alte, übersehene Ingwer-Knolle, die ewig im Kühlschrank lag und schon ganz verrunzelt war, entsorgen. Statt sie wegzuwerfen, habe ich sie einfach auf einen Topf mit Erde gelegt und gegossen... und innerhalb von ein paar Wochen sind da nette Halme draus gewachsen. Diese Ingwer-Sträucher lieben sie...
    • Ich hatte früher Zebrafinken und Mövchen im Freiflug. Klappte ganz gut. Nur halt die üblichen Verdächtigen mit dem Truppweise zum Fressen oder trinken rein, während die anderen draußen sind.

      Meine jetzigen Reisfinken wollten leider noch nicht aus dem Käfig. Ich werds weiter versuchen.