Zuchtbericht Muskatfinken (Lonchura punctulata)

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    • Zuchtbericht Muskatfinken (Lonchura punctulata)

      Hier nun mein Versprochener Zuchtbericht zu den Muskatfinken (Lonchura punctulata)

      Letztes Jahr habe ich mir sechs Blutsfremde junge Muskatfinken angeschafft. Aus diesen sechs haben sich drei Paare selber gefunden und harmonieren sehr schön. Dieses Jahr habe ich dann zwei Paare zusammen in eine 200 cm lange, 100 cm hohe und 100 cm tiefe Voliere gesetzten.
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      Sie fingen sofort an die schon angebrachten Nistgelegenheiten zu inspitzieren. Sie interessierten sich sowohl für freie Drahtkörbe als auch schon vorgebaute Nester in Exotennistkästen. Ein Pärchen hat sich für ein leeres Nest aus Draht entschieden und ein sehr schönes dichtes Kugelnest gebaut. Das andere Pärchen war da etwas gemütlicher und hat nur ein schon vorgebautes Nest in einem Exotennistkasten etwas ausgebaut. Die Nestumgebung wird recht wenig verteidigt gegen das andere Pärchen. Die erste Brut wurde sehr nahe beieinander aufgezogen.
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      Nach dem das Nest fertig gestellt wurde haben die Hennen sehr schnell angefangen Eier zu legen, sie hatten es wirklich eilig. Fünf war eine normale Gelegegröße, beim zweiten Durchgang sogar sechs.
      Die genaue Brutzeit kann ich leider nicht sagen, denn ich wollte die Paare so wenig wie möglich stören bei ihren ersten Bruten. Die Brutzeit beträgt ca. 14 Tage +/- ein paar Tage.
      Es sind nie alle Eier geschlüpft aber die Berfuchtungsrate war immer recht hoch. Es schlüpften immer nur drei bis vier von fünf Eiern. Aber ich kann mich nicht beklagen, dafür das es die ersten Bruten für zwei junge Paare waren haben sie das sehr gut gemacht.
      Gefüttert wurde recht wenig Lebendfutter, obwohl es heisst die Muskatfinken brauchen das unbedingt. Als Grundfutter natürlich Exotenfutter, dazu noch feuchtes Eifutter und Insektenpatee. Alle zwei bis drei Tage mal ein paar Mehlwürmer, täglich aber Grünfutter wie Chiccoree, Salatherzen und halbreife Hirse.
      Nestkontrollen nehmen die beiden Paare bei mir nicht übel, sie verschwinden Sekunden später wenn das Nest wieder hängt darin und betüddeln Ihre Küken weiter.
      Beringt habe ich nur die dritte und vierte Brut, weil ich die Altvögel in ihren ersten Bruten nicht so stören wollte. Das beringen der Folgebruten war aber auch kein großes Drama, die Altvögel haben sich nicht an den Ringen gestört und normal weiter gefüttert.
      Die Jungvögel fliegen mit 25 Tagen aus, eher etwas später. Sie sind sehr schreckhaft in den ersten Tagen. Selbst bei mir wo sie im Wohnzimmer aufwachsen und sämtliche Altagsgeräusche von Anfang an mitbekommen sind sie in den ersten Tagen recht scheu und verschwinden immer wieder zum schlafen im Nest.
      Die Jugendmauser beginnt schon recht kurz nach dem ausfliegen. Bei den ersten Jungvögeln konnte ich schon vier Wochen nach dem Ausfliegen die ersten geschuppten Bauchfedern entdecken. Die Jugendmauser an sich zieht sich aber recht langsam und lange hin.
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      Wenn sie damit durch sind werde ich die ungefähre Dauer hier noch ergänzen.
      :paul: Gruß Jessi :paul:
      :blaukopf: :jap.mövchen: :muskatfink: